Rechtes Limmattal
Zwei Franken pro Einwohner: So unterstützen die meisten Gemeinden rechts der Limmat die Phänomena 2023

Die Wissenschaftsexpo findet ein halbes Jahr lang im Dietiker Niderfeld statt. Viele Gemeinden sehen dies als Chance und beteiligen sich finanziell.

Virginia Kamm
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Rund eine Million Besucherinnen und Besucher werden an der Phänomena 2023 im Dietiker Niderfeld erwartet.

Rund eine Million Besucherinnen und Besucher werden an der Phänomena 2023 im Dietiker Niderfeld erwartet.

Severin Bigler

Die Wissenschaftsexpo Phänomena findet 2023 im Dietiker Niderfeld statt. Nicht nur für den Bezirkshauptort, sondern für das ganze Limmattal wird die sechsmonatige Ausstellung, die eine Million Besucher anstrebt, von grosser Bedeutung sein: «Ob Gewerbebetriebe, Unternehmen, Gastronomie oder Hotellerie: Die ganze Wirtschaft in der Region wird von der Phänomena profitieren», sagte der Dietiker Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP) im Juni gegenüber der «Limmattaler Zeitung».

Aus diesem Grund haben die meisten Gemeinden rechts der Limmat beschlossen, sich finanziell mit einem Beitrag von zwei Franken pro Einwohner am Projekt zu beteiligen. Die Gemeinde Oberengstringen vermeldet in einer Mitteilung, dass der Gemeinderat einen einmaligen Beitrag von 13'448 Franken gesprochen habe. Berechnet wurde der Betrag anhand der Einwohnerzahl Ende 2020. Voraussetzung sei, dass die anderen vier Gemeinden rechts der Limmat ebenfalls diesen Entschluss fassen. «Die grosse Medienpräsenz im Inland und nahen Ausland ist im Sinne von Standortmarketing für den gesamten Bezirk Dietikon sehr positiv zu bewerten», schreibt die Gemeinde.

Die Gesamtkosten betragen rund 47 Millionen Franken

Der Gemeinderat Unterengstringen hat sich für einen Unterstützungsbeitrag von 7964 Franken für die Phänomena entschieden, was zwei Franken pro Einwohner per Ende 2020 entspricht. Auch der Geroldswiler Gemeinderat hat sich zu einem Unterstützungsbeitrag von zwei Franken pro Einwohner für die Aufbau- und Umsetzungsarbeiten entschlossen. Das würde einem Betrag von 10'092 Franken entsprechen, nähme man die Einwohnerzahl von 2020 für die Berechnung. Die Gemeinde Oetwil wird einen einmaligen Beitrag von 5000 Franken leisten, also ebenfalls rund das Doppelte der Einwohneranzahl per Ende 2020.

Der Weininger Gemeinderat hat sich über die Frage der finanziellen Unterstützung im Gremium noch nicht beraten. Wann beziehungsweise ob ein diesbezüglicher Beschluss gefällt wird, ist noch offen. Die Projektkosten der Phänomena belaufen sich insgesamt auf rund 47 Millionen Franken. Die Veranstalter hoffen, diese zu rund einem Drittel durch die öffentliche Hand und zu einem weiteren Drittel durch Sponsoren und Stiftungen abdecken zu können. Der Rest soll mit Eintritten und Einnahmen aus der Restauration vor Ort finanziert werden.

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