Limmattal
Ab Montag dürfen Museen wieder öffnen – viele bleiben dennoch geschlossen

Während sich manche Museen auf die Wiedereröffnung freuen, gehen andere in den verlängerten Winterschlaf. Wir sagen, welche ab nächster Woche besucht werden können – und welche vorläufig dicht bleiben.

Sven Hoti
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Noch sind die Schotten dicht: Das Ortsmuseum Dietikon öffnet seine Tore am 7. März wieder.

Noch sind die Schotten dicht: Das Ortsmuseum Dietikon öffnet seine Tore am 7. März wieder.

Bild: Severin Bigler

Fast pünktlich zum frühlingshaften Wetter hat der Bundesrat am vergangenen Mittwoch erste Lockerungen der Coronamassnahmen beschlossen. Zoos und Sportanlagen können wieder öffnen, Läden wieder Kunden empfangen. Auch Museen dürften ihre Türen aufmachen. Dürften, denn zumindest im Limmattal werden wohl einige geschlossen bleiben.

So etwa das Ortsmuseum Bergdietikon. Urs Spörri, Präsident der Museumskommission, begründet die fortsetzende Schliessung mit der Grösse des Museums: «Wir sind sehr klein. Abstandsvorschriften können nicht eingehalten werden.»

Für das Ortsmuseum geht damit ein schwieriges Jahr in die nächste Runde. Eigentlich hatte sich das Museum im vergangenen Frühjahr auf eine Ausstellung vorbereitet. Dann kam der Lockdown. Seither sei das Museum geschlossen geblieben. «Nächste Woche haben wir eine Sitzung, an der wir besprechen, wie es weitergeht», sagt Spörri.

In Unterengstringen dürften nur fünf Personen ins Ortsmuseum

Auch das Ortsmuseum Unterengstringen bleibt auch nach dem 1. März weiterhin geschlossen. Obmann Peter Weniger rechnet nicht mit einer Öffnung vor April. Der Hauptgrund für diese Verzögerung ist allerdings nicht die Grösse des Museums, sondern vielmehr die vorgegebene Besucherbeschränkung. Weniger erklärt:

«Wir dürfen maximal fünf Personen auf einmal im Museum haben. Das ist ein bisschen wenig.»

Während der letzten paar Wochen habe das Museum Renovationen und administrative Arbeiten in Angriff genommen. «Es gab immer etwas zu tun», so Weniger.

Auch das Gasi-Museum, das Wagi-Museum und das Ortsmuseum in Schlieren bleiben zu. Letzteres sogar für den Rest des Jahres, wie der Präsident der Vereinigung Heimatkunde Schlieren sagt. Grund dafür seien Renovations- und Umbauarbeiten, so Rolf Wild. Auch im Wagi-Museum wird derzeit umgebaut. Die Wiederöffnung ist auf Mitte September angesetzt, wie der Website des Wagi-Museums zu entnehmen ist.

Infolge Umbau geschlossen: Anschlag am Eingang des Schlieremer Wagi-Museums.

Infolge Umbau geschlossen: Anschlag am Eingang des Schlieremer Wagi-Museums.

Bild: Severin Bigler

Noch unklar ist, was sich im Birmensdorfer Ortsmuseum tun wird: «Wir treffen uns am nächsten Dienstag zu einer Sitzung», sagt Käthi Keller-Baur, Präsidentin der Heimatkundlichen Vereinigung Birmensdorf. Das Museum selbst sei für eine Öffnung aufgrund seiner Grösse nicht geeignet. Es sei jedoch denkbar, dass die grössere Museumsscheune für Besucher geöffnet werden könne.

Da das Ortsmuseum jeweils nur am ersten Samstag im Monat geöffnet ist, würde es im März lediglich am 6. März öffnen. Ob das bereits ab nächstem Monat der Fall sein wird, könnten Interessierte demnächst den Informationen im Ausstellungskasten bei der Migros entnehmen, teilt Keller mit.

Schon sicher ist die Öffnung hingegen im Ortsmuseum Urdorf. «Wir haben nur am ersten und dritten Sonntag im Monat geöffnet. Wir werden diesen Rhythmus wieder aufnehmen», sagt Hans Wicki, Präsident der Heimatkundlichen Vereinigung Urdorf.

Das Ortsmuseum werde die bisherigen Ausstellungen weiterführen. Wicki hofft, dass mit der Wiedereröffnung nun auch vermehrt Schulen an Gruppenführungen teilnehmen werden.

Das Ortsmuseum Urdorf ist ab 7. März wieder geöffnet.

Das Ortsmuseum Urdorf ist ab 7. März wieder geöffnet.

Bild: Severin Bigler

Auch das Ortsmuseum Dietikon wird seine Tore ab nächster Woche wieder aufmachen. Normalerweise hat es jeden Sonntag im Monat geöffnet. Die Öffnung erfolgt also per 7. März. Museumsleiterin Regula Stauber ist erfreut darüber:

«Jeder Schritt zurück in die Normalität ist super.»

Es würden die bisherigen Ausstellungen weitergeführt, sagt Regula Stauber. Allen voran die Karl-Klenk-Ausstellung, die noch bis im Sommer dauere, zudem könnten auch die Bilder vom alten Dietikon noch betrachtet werden.