1. Liga

Corona-Fall beim FC Dietikon: Zürcher müssen nicht in Quarantäne

Sein nächster Einsatz ist verschoben: Altin Gashi vom FC Dietikon. Das Spiel gegen Winterthur ist wegen Corona-Abwesenheiten verschoben. (Archivbild)

Sein nächster Einsatz ist verschoben: Altin Gashi vom FC Dietikon. Das Spiel gegen Winterthur ist wegen Corona-Abwesenheiten verschoben. (Archivbild)

Während sich Spieler mit Wohnsitz in den Kantonen Aargau und Schwyz vorsorglich isolieren müssen, gilt das für Zürcher Spieler vom FC Dietikon zum Teil nicht.

Der Corona-Fall beim FC Dietikon, über den die «Limmattaler Zeitung» am Montag berichtete, beschäftigt nun auch den Schweizerischen Fussballverband (SFV). Mündlich hat der Limmattaler 1.-Ligist eine Verschiebung des ersten Meisterschaftsspiels vom kommenden Samstag gegen Winterthur II bereits beantragt. Das schriftliche Gesuch wird voraussichtlich im Laufe des heutigen Mittwochs eingereicht werden.

Laut Artikel 45 des SFV-Wettspielreglements gilt bei einem Corona-Fall im Klub, dass eine Spielverschiebung beantragt werden kann, «wenn sich mindestens sechs Kaderspieler eines Teams zum Zeitpunkt eines Spiels in behördlich angeordneter Quarantäne befinden.» Wie FCD-Sportchef Christian Müller gestern gegenüber dieser Zeitung bestätigte, befinden sich aktuell exakt sechs Spieler der ersten Mannschaft in häuslicher Quarantäne.

Spielverschiebung ist rechtens

Es handelt sich dabei einerseits um jenen Akteur, der am vergangenen Freitag positiv auf Covid 19 getestet wurde. Anderseits um fünf Teamkollegen, die zwei Tage zuvor während eines teaminternen Grillabends mit ihm am selben Tisch gesessen hatten.

Ursprünglich war seitens des Vereins gar von insgesamt neun Spielern die Rede, welche von offizieller Stelle in häusliche Quarantäne gesteckt worden seien. Doch neben dem erkrankten Akteur wurden nur Spieler, die in den Kantonen Aargau und Schwyz Wohnsitz haben, angewiesen, sich zu isolieren. Die drei weiteren FCD-Spieler mit Wohnsitz im Kanton Zürich, welche am vergangenen Mittwochabend ebenfalls über längere Zeit Kontakt mit dem erkrankten Mann hatten, wurden laut Müller hingegen nicht in Quarantäne geschickt.

Was ein wenig skurril anmutet, hat auf eine etwaige Spielverschiebung aber keinen Einfluss. «Sechs Spieler dürfen nicht trainieren und befinden sich am Samstag zum Zeitpunkt des Spiels immer noch in Quarantäne», sagt Müller. Also seien die Voraussetzungen für die vom FC Dietikon beantragte Verschiebung des Saisonauftakts gegeben.

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