Geroldswil

Budget sieht leichtes Plus vor — Sozialausgaben steigen aber um eine halbe Million an

Nachdem im Budget 2019 der Steuerfuss um 5 Prozentpunkte stieg, haben die Geroldswiler Steuerzahler kommendes Jahr nicht mit einer weiteren Erhöhung zu rechnen. (Archivbild)

Nachdem im Budget 2019 der Steuerfuss um 5 Prozentpunkte stieg, haben die Geroldswiler Steuerzahler kommendes Jahr nicht mit einer weiteren Erhöhung zu rechnen. (Archivbild)

Das Budget 2020 der Gemeinde Geroldswil rechnet mit einem leichten Plus von 370'000 Franken. Der Steuerfuss bleibt bei 49 Prozent.

Auf 2019 wurde der Geroldswiler Steuerfuss um 5 Prozentpunkte angehoben. Für 2020 ist keine Steuerfusserhöhung vorgesehen, wie der Gemeinderat in der Weisung zur Gemeindeversammlung vom 2. Dezember schreibt. Er sieht im Budget 2020 einen Steuerfuss von 49 Prozent vor. Dies bei einem Aufwand von 25,28 Millionen Franken und einem Ertrag von 25,65 Millionen Franken. Daraus resultiert ein Plus von 370'000 Franken. Das Eigenkapital der Gemeinde erhöht sich dadurch auf 16,52 Millionen Franken.

Das Budget 2020 weise in der Erfolgsrechnung gegenüber dem Vorjahr ein um rund 342'000 Franken besseres Ergebnis aus. Die grösste Abweichung zum Budget 2019 ist im Bereich Soziale Sicherheit auszumachen. So rechnet der Gemeinderat mit rund 570'000 Franken höheren Sozialausgaben unter anderem für Sozialhilfe, Heimplatzierungen und Zusatzleistungen. Der Aufwand in diesem Bereich steigt somit von 4,59 Millionen auf 5,16 Millionen Franken.

Der Bereich Gesundheit soll weniger kosten

283'000 Franken mehr budgetiert der Gemeinderat für die gesetzliche wirtschaftliche Hilfe. Der vom Kantonsrat bewilligte Soziallastenausgleich, der diesen Kostenpunkt entlasten würde, sei erst im Jahr 2021 zu erwarten. Der Gemeinderat budgetiert 331'000 Franken weniger Ertrag aus dem Finanzausgleich. Weniger ausgeben will er für den Bereich Gesundheit. Er plant einen Aufwand von 1,17 Millionen Franken. Das sind 298'000 Franken weniger als im Vorjahr. Die Budgetierung basiere auf der Halbjahresauswertung 2019, heisst es weiter in der Weisung. Die Ausgaben für den Bereich Kultur, Sport und Freizeit sinken um 80'000 Franken und sind mit 762'000 Franken budgetiert. Dies weil die Gemeinde die Schwimmschule per 1. Januar 2020 übernehmen kann.

Der Gemeinderat rechnet mit höheren Steuerträgen aus den Vorjahren. Die übrigen Steuern wie Quellensteuern und Steuerausscheidungen blieben in etwa gleich. Der Steuerertrag ohne die Grundstückgewinnsteuern beläuft sich auf 8,21 Millionen Franken. Das sind rund 335'000 Franken mehr als im Vorjahr. Im Budget 2020 sieht der Gemeinderat Einnahmen von 1,8 Millionen Franken aus Grundstückgewinnsteuern vor.

2020 sind Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen von 3,9 Millionen Franken geplant. Davon würden rund 2 Millionen Franken auf die gebührenfinanzierten Bereiche der Wasser- und Abwasserversorgung sowie Abfallbeseitigung entfallen. 1,76 Millionen sind für den Strassenbereich eingeplant.

Investitionen für das Baufeld Ost

Der Gemeinderat rechnet auch mit Investitionen im Finanzvermögen in der Höhe von 8,37 Millionen Franken. Der grösste Teil der Ausgaben betrifft die Bauarbeiten der Zentrumsüberbauung Baufeld Ost, die 8,5 Millionen Franken betragen. 1,05 Millionen Franken sind für den Studienauftrag für die Umnutzung des Hotels Geroldswil vorgesehen. Auf der Einnahmenseite erwartet der Gemeinderat aus dem Verkauf einer Liegenschaft 2 Millionen Franken.

Die Rechnungsprüfungskommission empfiehlt den Voranschlag zur Annahme. Über das Budget 2020 wird das Stimmvolk an der Gemeindeversammlung am 2. Dezember befinden. Auch auf der Traktandenliste steht die Genehmigung der Anschlussvereinbarung mit der kantonalen Sozialversicherungsanstalt (SVA) für die Durchführung der Zusatzleistungen zur AHV/IV per 1. Januar 2020 und die Führung einer Anlaufstelle in der Gemeindeverwaltung.

Autor

Sibylle Egloff

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