Spital Limmattal
Bereits in zwei Wochen wird der Grundstein für das neue Spital gelegt

Bagger und Co. machen ihre Arbeit - der Abbruch beim Spital Limmattal liegt im Zeitplan. Der Spitalneubau ist auf gutem Weg – auch sonst stehen einige Neuerungen an. Bereits in zwei Wochen soll die Grundsteinlegung erfolgen.

Sandro Zimmerli
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Die Bauarbeiten beim Spital Limmattal schreiten voran
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Für den Abbruch der Gebäude braucht es schweres Gerät
Spitalkapelle wird bald abgerissen und danach an neuem Standort originalgetreu wieder aufgebaut
Vom Theodosianum-Gebäude ist nicht mehr viel zu sehen
Die Bauarbeiten beim Spital Limmattal sind auf Kurs. Bereits am 6. Mai findet die Grundsteinlegung statt.

Die Bauarbeiten beim Spital Limmattal schreiten voran

Sandro Zimmerli

Das ging fix. Vor knapp zwei Wochen wurde mit dem Abriss des Theodosianum-Gebäudes beim Spital Limmattal begonnen. Mittlerweile ist es fast komplett verschwunden.

Gewinn beträgt 5,3 Millionen Franken

Das Spital Limmattal blickt auf ein erfreuliches Jahr zurück. Nach Abschreibungen und Zinsen resultierte 2014 ein Überschuss von
5,3 Millionen Franken. Dieser wird dem Eigenkapital zugeschlagen und dient hauptsächlich der Finanzierung des Neubauprojekts «LimmiViva». Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 73 689 Patientinnen und Patienten behandelt (10 428 stationär und 63 261 ambulant). Das sind 6,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der stationären Patienten blieb konstant bei 5,1 Tagen. Das Pflegezentrum wies 2014 total 46 133 Betreuungstage aus. Die Rechnung des Pflegezentrums schliesst mit einem gegenüber dem Voranschlag leicht geringeren Verlust von rund 388 000 Franken. (zim)

Überhaupt läuft es auf der Grossbaustelle rund: Die Arbeiten am 270-Millionen-Neubauprojekt «LimmiViva» sind sowohl zeitlich wie auch finanziell auf Kurs.

Bereits in zwei Wochen, am 6. Mai, findet die Grundsteinlegung statt. Das sagte Spitalpräsident Markus Bärtschiger, als er am Donnerstag zusammen mit Spitaldirektor Thomas Brack das Jahresergebnis präsentierte (siehe Box).

«Wir sind guten Mutes, dass die Einweihung des neuen Spitals zum terminierten Zeitpunkt stattfinden wird», so Bärtschiger. Und auch das Geld sollte bis zur Fertigstellung des Baus nicht ausgehen. Geplant ist, das neue Gebäude Ende 2018 zu beziehen.

Doch nicht nur auf der Baustelle läuft es wie gewünscht. So hat das Spital in den vergangenen Monaten einiges in den weiteren Ausbau des Angebots investiert, wie Brack erklärte.

Als Beispiel nannte er etwa, dass dieses neu um den Fachbereich plastische Chirurgie erweitert wurde. Dies stehe ganz im Sinne des Ziels, ein erweitertes Grundversorgungsspitals zu sein — und ein Spital, das als erstes in der Schweiz die Auszeichnung «Great Place to Work» erhielt. Was so viel heisst wie: Die Angestellten arbeiten gerne im «Limmi». «Darauf sind wir stolz», so Brack. Und auch in Zukunft wolle man ein attraktiver Arbeitgeber bleiben. Ein Schritt in diese Richtung sei das neue Personalreglement, das am Mittwoch von der Delegiertenversammlung genehmigt wurde. Es beinhaltet unter anderem die Einführung der fünften Ferienwoche.

Zwei Kooperationen eingegangen

Auch in einem anderen Bereich hat die Delegiertenversammlung einen wichtigen Entschluss gefasst. So ist geplant, dass die RehaClinic Zürich AG im Spitalneubau eine integrierte Rehabilitationsklinik betreiben wird. Laut Brack ist dies eine wichtige Kooperation, die vor allem für die Patienten von grossem Nutzen ist. Sie könnten so von einer wohnortsnahen Rehabilitation profitieren.

Eine zweite Kooperation, die zum Aufbau einer vollständig regional organisierten Versorgungskette beitragen soll, ist jene mit der medVadis AG. Diese wurde kürzlich gegründet und nimmt den operativen Betrieb ab 1. Juli auf. Das Spital beteiligt sich mit 240 000 Franken daran. Die Unternehmung geht auf die Initiative von vier Limmattaler Hausärzten zurück, die in Kooperation mit dem Spital an den Standorten Dietikon, Urdorf, Birmensdorf und Oberengstringen ein Netzwerk von Gruppenpraxen aufbaut. Das Spital wird die medVadis AG im administrativen Bereich, bei der hausärztlichen Nachwuchsförderung und die Praxen vor Ort mit spezialärztlichem Wissen unterstützen. Zudem wird es Assistenzärzte für Rotationsstellen bereitstellen.