Schlieren

63 Prozent mehr: So investiert die Stadt in Hortplätze und Mittagstische

Schulvorsteherin Bea Krebs (FDP) sagt, man müsse am Ball bleiben.

Für knapp 2,5 Millionen Franken will der Stadtrat auf dem Areal des Schulhauses Hofacker einen Doppelhort erstellen.

Geht es nach dem Stadtrat, soll Schlieren zusätzliche Hortplätze erhalten. Er verabschiedete kürzlich einen Kreditantrag über knapp 2,5 Millionen Franken zuhanden des Gemeindeparlaments. Mit diesem Geld soll bis Ende kommenden Jahres, allerspätestens Anfang 2021, ein Doppelhort auf dem Gelände des Schulhauses Hofacker entstehen.

Die steigende Nachfrage nach Tagesstrukturen erfordert in zahlreichen Städten und Gemeinden mehr Platz. Aktuell mietet oder besitzt Schlieren acht Gebäude, in denen gesamthaft 208 Hortplätze angeboten werden können. In den kommenden Jahren wird das Angebot jedoch markant erweitert. Neben den 44 Plätzen, die beim Hofacker geplant sind, kommt auch ein Doppelhort beim Zelgli sowie ein Miet-Mittagstisch in der Geistlich-Überbauung im Rietpark unweit des Schlieremer Bahnhofs hinzu. Beide verfügen ebenfalls über 44 Plätze, was einem Gesamtzuwachs von 132 Plätzen oder 63 Prozent entspricht.

Schulpräsidentin sagt, man müsse am Ball bleiben

Wird die Stadt damit mittelfristig über ausreichend Hortplätze verfügen oder ist bereits ein weiteres Projekt in den Startlöchern? Über ein solches verfüge man konkret zwar nicht, doch bestätigt Schulpräsidentin Bea Krebs (FDP), dass man am Ball bleiben müsse, insbesondere im Gebiet Zelgli. «Bald findet eine Schulraumplanungssitzung statt, bei welcher der Bedarf von Hort- und Mittagstisch-Plätzen ebenfalls thematisiert wird.»

Fest stehe, dass die Nachfrage nach Tagesstrukturen gross sei. «An vereinzelten Tagen haben wir für den Nachmittagshort in allen Angeboten noch geringe Kapazität, stark ausgelastet sind die Mittagstische.» Besonders in den Entwicklungsgebieten gestalte sich die Planung als schwierig, da man von Schätzungen ausgehen müsse. «Schliesslich ist es für uns eine Unbekannte, wie viele Kinder genau in den neuen Grossüberbauungen – etwa jene auf dem Geistlich-Areal – einziehen werden.»

Der neue Hofacker-Hort wird tiefergelegt

Beim vorliegenden Hofacker-Projekt ist es laut Stadtrat das Ziel gewesen, so wenig Pausenplatzfläche des bestehenden Schulhauses wie möglich zu verbauen. So soll westlich des Sportplatzes ein zweigeschossiger Rundbau entstehen. Das Obergeschoss und das Dach sollen durch eine Aussentreppe erschlossen werden. Das Erdgeschoss zeichnet derweil aus, dass es um eine Tischhöhe in den Boden versetzt wird, was laut Stadtrat einen besseren Bezug zum Aussenraum schaffe und das Gebäude nach aussen feingliedriger erscheinen liesse. Es soll sich zudem um einen reinen Holzbau handeln, dessen Material komplett aus dem Schlieremer Wald stammt.

Das Schulhaus Hofacker ist im überkommunalen Inventar der kulturhistorischen Bauten eingetragen, vor gut 20 Jahren wurde es saniert und um einen Doppelkindergarten erweitert. Die Kosten für den Hortbau von knapp 2,5 Millionen Franken teilen sich folgendermassen auf: 2,1 Millionen Franken kostet das Gebäude, 200 000 Franken die Möblierung, und die Baunebenkosten schlagen mit rund 150 000 Franken zu Buche.

Das restliche Geld wird für Umgebungs- und Vorbereitungsarbeiten aufgewendet. Die Folgekosten im ersten Jahr, nachdem der Betrieb aufgenommen wurde, belaufen sich auf total 170 000 Franken.

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