Psychische Probleme stünden als Tatmotiv im Vordergrund, schrieb die Zürcher Kantonspolizei. Begonnen hatte die Irrfahrt damit, dass der Verdächtige kurz nach 3 Uhr mit einem Smart in Dietikon ZH wiederholt gegen das Heck eines vor ihm fahrenden Autos fuhr, ebenfalls ein Smart.

Als der bedrängte Fahrer anhielt und ausstieg, wurde er vom Unfallverursacher, der auch ausgestiegen war, mit einer Machete bedroht. Der Bedrohte flüchtete, worauf der Täter im Smart seines Opfers in Richtung Zürich weiterfuhr.

In der Nähe des Lindenplatzes wiederholte er seine Aktion: Er fuhr erneut einem anderen Auto ins Heck, dieses Mal einem Mercedes. Dessen Lenker schlug er mit der Machete in die Flucht und stieg in das Auto ein.

Weiter ging die Fahrt mit dem Mercedes durch den Zürcher Stadtkreis 9. Dabei verursachte der Mann mehrere Kollisionen, bei denen niemand verletzt wurde. Danach fuhr er nach Schlieren ZH weiter. Dort stieg er aus und bedrohte unvermittelt einen Passanten am Strassenrand, bevor er nach Dietikon zurückfuhr.

In diesem Ort prallte sein Auto an einer Kreuzung gegen einen an einem Rotlicht wartenden Wagen und schob diesen in das Fahrzeug davor. Beim Aufprall wurden ein Mann und eine Frau, die in diesen Autos sassen, leicht verletzt. Der Täter nahm davon aber keine Notiz und fuhr weiter in Richtung Spreitenbach AG.

Polizisten, die inzwischen nach dem Autofahrer suchten, bemerkten den Verdächtigen kurz vor 4 Uhr in der Nähe eines Einkaufszentrums. Als sie in seine Nähe kamen, griff er auch sie mit seiner Machete an. Um ihn dingfest zu machen, setzten die Polizisten einen Taser ein. Ein Passant, der bei der Festnahme half, wurde vom Täter leicht verletzt.

Weshalb der Autofahrer so gehandelt hat, ist nach Angaben der Kantonspolizei nicht bekannt. Ein psychisches Problem stehe jedoch im Vordergrund, schrieb sie. Beim Festgenommenen handelt es sich um einen 33-jährigen, im Kanton Aargau wohnenden Mann.