Zürich

Rechtsstreit wegen den Öffnungszeiten dauert an – «Mediterranen Nächte» bleiben vorerst auf Papier

Das Pilotprojekt fällt dieses Jahr ins Wasser.

Das Pilotprojekt fällt dieses Jahr in Wasser.

Das Zürcher Projekt „Mediterrane Nächte“ bleibt vorerst bloss eine Idee auf Papier. Die Anwohner und Quartiervereine wehren sich auf rechtlichem Weg gegen längere Öffnungszeiten der Gartenbeizen. Somit fällt das Pilot-Projekt der Stadt Zürich zumindest für dieses Jahr ins Wasser.

Die «Mediterranen Nächte» in der Stadt Zürich sind für diesen Sommer gestoppt, bevor sie losgehen konnten: Der Rechtsstreit gegen die verlängerten Öffnungszeiten dauert an. Bis dieser geklärt ist, sind die Sommerferien ohnehin vorbei.

Der Stadtrat wollte ein breit unterstütztes Postulat umsetzen und während den Schulferien probehalber «Mediterrane Nächte» erlauben. Restaurants und Bars mit Gastwirtschaften im Freien sollten an lauen Sommerabenden ihren Aussenbereich bis 2 Uhr offen halten dürfen.

Viele Anwohner fürchteten aber um ihren Schlaf. Ihr Widerstand ist nun zumindest für dieses Jahr erfolgreich: Das Baurekursgericht liess die Anwohner und Quartiervereine zwar kürzlich abblitzen, weil es dafür gar nicht zuständig sei.

Rekursfrist läuft bis Mitte August

Die Rekursfrist für diesen Entscheid läuft aber noch bis Mitte August - und so lange diese Frist läuft, kann die Stadt ihren Versuch nicht starten. Weil die Sommerferien Mitte August aber ohnehin vorbei sind, fallen die «Mediterranen Nächte» in diesem Jahr definitiv aus.

Ob der Versuch mit den verlängerten Öffnungszeiten im kommenden Jahr starten kann, ist ebenfalls unklar. Die Gruppe «Innenstadt als Wohnquartier» prüft aktuell, ob sie den Baurekursentscheid ans Verwaltungsgericht weiterziehen will, wie Gruppen-Sprecher Felix Stocker gegenüber dem «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen» von Radio SRF1 vom Montag sagte. Auch ein Weiterzug ans Bundesgericht ist gemäss Stocker eine Möglichkeit.

Dass es in diesem Sommer keine «Mediterranen Nächte» gibt, ist für die Gruppe «Innenstadt als Wohnquartier» ein Etappensieg. Ihr eigentliches Ziel ist aber «ein Umdenken in der Politik». Die Quartiere und ihre Anwohner müssten geschützt werden.

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