Noch diese Woche beginnen die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) beim Kraftwerk Dietikon mit der Baustelleneinrichtung für ein zusätzliches Kleinwasserkraftwerk an der Limmat in Dietikon. Die Vorbereitungen dauern zwei Wochen, die Bauarbeiten werden in der zweiten Februarhälfte beginnen. Anschliessend beginnen die eigentlichen Bauarbeiten, wobei für die Baugrube zuerst Spundwände in den Boden einvibriert werden, was zu erhöhten Lärmbeeinträchtigungen führen kann, wie die EKZ mitteilten.

Das sogenannte Dotierkraftwerk – ein kleines Kraftwerk, dass in der Wehranlage des Kraftwerks integriert ist und die Restwasserstrecke östlich der EKZ-Insel zur Stromerzeugung nutzt – wird im Rahmen der Konzessionserneuerung des Kraftwerks Dietikon gebaut. Es wird unmittelbar unterhalb des Wehrs auf der EKZ-Insel erstellt. Es führt dem Limmatabschnitt zwischen Wehr und Kanalmündung künftig mehr Wasser zu, ohne die Stromproduktion zu reduzieren, heisst es weiter in der Mitteilung.

Die EKZ, welche die Konzession für die Wasserkraftnutzung der Limmat in Dietikon für weitere 60 Jahre erhalten haben, investieren rund 37 Millionen Franken in den Weiterbetrieb des Kraftwerks. Dabei werden neben dem neuen Dotierkraftwerk das bestehende Hauptkraftwerk im Kanal saniert und die alten Turbinen durch neue ersetzt.

Mehr Erholung an der Limmat

Zudem soll die Limmat im Konzessionsgebiet renaturiert werden. Auf der Nordseite der Insel soll eine Auenlandschaft für den Vogelschutz entstehen – ähnlich jener gegenüber auf Geroldswiler Boden. In der Brunau zwischen dem Bahnhof Glanzenberg und der Limmat planen die EKZ und die Stadt Dietikon die neue Allmend Glanzenberg. Das neue Erholungsgebiet für die Bevölkerung soll verbesserten Flusszugang, eine Spiel- und Liegewiese, eine Wasserzapfsäule, Feuerstellen und Toiletten bieten. Nicht zuletzt soll das neue Gebiet auch die im Sommer oft überfüllte Nötzliwiese entlasten. Zudem werden Massnahmen für den Hochwasserschutz erstellt und es gibt eine neue Auf- und Abstiegshilfe für die Fische.

Die Sanierung des Hauptkraftwerks und die Uferrenaturierung starten im Mai. Geplant ist, dass die ökologischen Massnahmen und die Allmend Glanzenberg noch in diesem Jahr fertig werden. Der Neubau und die Sanierung dauern voraussichtlich bis Oktober 2019. Danach werden die zwei Kraftwerke erneuerbare Energie aus Wasserkraft für rund 4500 Vierpersonenhaushalte produzieren – rund 18 Prozent mehr als vor der Sanierung.