Heinz Illi

Nach Massenprügelei sagt Dietikons Polizeivorstand: «Wir haben mit der Jugend nicht mehr oder weniger Probleme als andere»

Heinz Illi (EVP) ist seit 2006 Sicherheitsvorstand von Dietikon.

Heinz Illi (EVP) ist seit 2006 Sicherheitsvorstand von Dietikon.

Der Dietiker Sicherheitsvorstand Heinz Illi (EVP) nimmt Stellung zur Massenschlägerei in Spreitenbach, an der auch Dietiker beteiligt waren. Dietikerinnen und Dietiker müssten sich keine Sorgen machen, stellt Illi klar.

Die Massenschlägerei in Spreitenbach mit Dietiker Beteiligung sorgt für Aufsehen. Was sagt der Dietiker Sicherheitsvorstand dazu?

Heinz Illi: Wir haben mit der Jugend nicht mehr oder weniger Probleme als andere. Passiert aber so etwas wie jetzt die Massenschlägerei in Spreitenbach oder in Dietikon, wird so ein Fall schnell einmal aufgepeitscht und in Verbindung mit dem hohen Ausländeranteil gebracht. Passiert hingegen etwas in einer Seegemeinde, wie zum Beispiel die Vandalenakte am vergangenen Wochenende in Erlenbach, interessiert das niemanden. Man sollte sich also nicht ins Bockshorn jagen lassen. Die Kriminalitätsrate im Kanton Zürich sinkt seit Jahren.

Sie stellen also keine Entwicklung fest hinsichtlich Jugendgangs?

Es gibt keine weiteren Hinweise darauf, dass Dietikon ein Problem mit jugendlichen Banden hat. Wir bleiben aber wachsam. Die Kantonspolizei und die Stadtpolizei analysieren laufend die Sicherheitslage und tauschen sich aus, und das in Bezug auf alle möglichen Formen von Kriminalität. Denn Sicherheit muss immer allumfänglich sein. Gerade in einem Bezirkshauptort wie Dietikon funktioniert dieser Austausch bestens. Die Polizei ist bereit, wenn etwas passiert.

Also alles bestens in Dietikon?

Dietikon muss sich nicht verstecken. Wir haben einen grossen Ausländeranteil und leisten eine grosse Integrationsarbeit. Wir beziehen die verschiedenen Nationalitäten mit ein und stehen mit ihnen in Kontakt. Die Einwohner müssen sich keine Sorgen machen. Vergleicht man uns mit einer Grossstadt wie Zürich, haben wir Ruhe. Bei Schlägereien und ähnlichem handelt es sich zudem meistens um interne Angelegenheiten, bei denen sich zwei Dumme treffen.

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