Morgen Abend wird in der Dietiker Stadthalle zum ersten Mal das «Limmattaler Singtalent» gewählt. Die fünf Finalistinnen und Finalisten treten gemeinsam mit dem 65-köpfigen Orchester der Stadtmusik Dietikon auf. Ihr Ziel ist es, das Publikum von sich und ihrer Stimme zu überzeugen.

In früheren Jahren spannte die Stadtmusik Dietikon mit Berühmtheiten wie dem Komiker-Duo Cabaret Divertimento oder dem Komiker Peach Weber zusammen. «Dieses Jahr wollten wir etwas Neues ausprobieren», sagt Adrian Tonolla, Chef der Musikkommission der Stadtmusik Dietikon. So kam die Idee auf, einen Singwettbewerb zu veranstalten und damit das Limmattaler Singtalent zu finden.

Bei einem Casting traten die Bewerberinnen und Bewerber vor einer Jury auf, um ihr Können zu beweisen. In der Jury sassen neben Tonolla auch Marco Nussbaumer, Dirigent der Stadtmusik Dietikon und Tania Triaca, Trompeterin und erfahrene Sängerin.

Harzige Startphase

Anfangs bewarben sich laut Tonolla nur wenige. «Der Start verlief ein wenig harzig», sagt er. Aber durch Aufrufe via soziale Netzwerke und persönliche Kontakte meldeten sich nach und nach weitere Interessierte. «Wir haben auch alle Musikschulen und Gesangslehrer informiert, die wir kennen», sagt Tonolla, der selbst im Orchester Posaune spielt. Letztlich sangen 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor. Die Jury wählte unter ihnen die fünf Besten aus. Diese treten morgen in der Finalshow auf. Dem Gewinner winkt ein toller Preis: Er oder sie darf in einem Musikstudio eine CD aufnehmen.

Ins Finale gesungen hat sich die Aescherin Desirée Vannaz. Die 16-Jährige müsste sich für den Sieg gegen die Stadtzürcherin Sandra Latorre, Martina Meier und Luca Zwyssig aus Wettingen sowie den Badener Urs Busslinger durchsetzen. Ihre Mutter, die Aescher CVP-Gemeinderätin Janine Vannaz, begleitet ihre Tochter auf dieser musikalischen Reise. «Wir haben Werbung im Freundeskreis und der Familie gemacht und einige davon eingeladen», sagt sie. Und kommt danach auf das Voting zu sprechen: «Da das Publikum bestimmt, wer gewinnt, wird wohl die Sängerin oder der Sänger mit der grössten Anzahl anwesender Fans siegen.» Das sei eine berechtigte Anmerkung, findet Tonolla. «Aber wir wissen, dass sicher 500 neutrale Leute da sein werden», sagt er. Die Stadthalle Dietikon fasst insgesamt ungefähr 800 Personen.

Der Vorverkauf läuft gut. Bisher sind knapp 80 Prozent der Tickets verkauft. «Es hat noch Plätze in beiden Sektoren», sagt Tonolla. Denn es gibt Plätze auf der Tribüne und auf dem Parkett. Wer Plätze auf dem Parkett bucht, kommt in den Genuss eines Tisches und einer Bedienung. Die Gäste können Getränke und Essen direkt an den Tisch bestellen und verpassen so keine Sekunde der verschiedenen Auftritte. «Wer noch einen Tisch möchte, muss sich beeilen», so Tonolla. Auf der Tribüne seien jedoch noch genügend Plätze frei.

Musikalische Diversität

Das Programm des Abends rückt den Fokus auf die Sängerinnen und Sänger und auf das Orchester, das ebenfalls viel für diesen Abend geprobt und investiert hat. Die Finalistinnen und Finalisten werden nämlich vom Orchester begleitet. «Unser Dirigent Marco Nussbaumer hat alle Lieder selbst arrangiert», sagt Tonolla. Er und Nussbaumer hätten die Singtalente bei der Auswahl beraten; auswählen durften sie die Stücke aber selbst. «Die Songs könnten unterschiedlicher nicht sein», sagt Tonolla. «Wir haben verschiedene Genres dabei.» Es sei eine Kombination, die das Publikum so vermutlich noch nie erlebt habe.

Eröffnet wird das Finale des Limmattaler Singtalents in der Stadthalle Dietikon mit einer grossen Fanfare des Orchesters. Danach gibt es das Stück «Armenian Dances» zum Besten. Weiter geht es mit den Auftritten der fünf Finalisten gemeinsam mit dem Orchester. Nach allen Darbietungen gibt es eine 25-minütige Pause, in der das Publikum abstimmt, wer das Limmattaler Singtalent ist. «Zu Beginn des zweiten Teils arbeiten wir stark mit Perkussionsinstrumenten», sagt Tonolla. Der Höhepunkt des Abends ist die Kür des Gewinners.
«Wir sind alle sehr begeistert und freuen uns auf den Abend. Und natürlich auf das Resultat», sagt Tonolla.