Ab dem neuen Schuljahr wird der Lehrplan 21 auch in der 6. Klasse und der Sekundarschule angewendet. Damit ändert sich auch die Gymi-Aufnahmeprüfung. «Sie wird weniger umfangreich, gewisse Dinge fallen weg», sagte Niklaus Schatzmann, Chef des Zürcher Mittelschul- und Berufsbildungsamtes, heute im «SRF-Regionaljournal».

Der Eintritt werde nicht einfacher, die Gymnasial-Quote soll bei 15 Prozent bleiben. Es würden sich lediglich Stoffinhalte verschieben. In Deutsch werde Orthographie weniger stark gewichtet, sagt Schatzmann auf Anfrage. Für die Aufnahme ins Kurzzeitgymnasium muss der Konjunktiv nur noch bestimmt und nicht mehr aktiv gebildet werden können. «Zu frühes Einfordern von Rechtschreiberegeln beeinträchtigen sprachliches Lernen.» Der Schwerpunkt verschiebe sich wie im Lehrplan 21 auch in der Aufnahmeprüfung Richtung Schreibprozess. Änderungen gibt es auch in der Mathe-Prüfung. So wird etwa die Konstruktion von Winkelhalbierenden nicht mehr für die Aufnahme ins Langzeit-Gymi verlangt.

Neues Übungsmaterial für die neuen Prüfungen?

Doch wie bereiten sich nun Schülerinnen und Schüler auf die neue Prüfung vor? Schatzmann empfiehlt nebst dem Unterricht allfällige Förderangebote der Volksschule und das Durcharbeiten vergangener Prüfungen – auch wenn diese nicht mehr dem Stoffinhalt der nächsten Ausgabe entsprechen. «Der Prüfungsrahmen wird sich nicht ändern», sagt Schatzmann. Die Deutschprüfung bestehe nach wie vor aus Textverständnis und Aufsatz. Umfang, Dauer und Gewichtung der einzelnen Teilprüfungen würden gleich bleiben. Die Aufgabenstellungen und Aufgabentypen änderten sich nur geringfügig. Die Prüfung richte sich ja nach den im Unterricht vermittelten Inhalten. Da die Lehrmittel in den kommenden Jahren mit Blick auf den Lehrplan 21 überarbeitet würden, werde man die Prüfung stufenweise anpassen. Und es gebe derzeit Überlegungen, den Lehrpersonen der Vorbereitungskurse Übungsmaterial für die neuen Prüfungen zur Verfügung zu stellen.