Schlieren
Jubel beim FC Schlieren: Der Verein erhält neue Garderoben

Die Stimmberechtigten bewilligen einen Kredit von 4,3 Millionen Franken für den Bau eines Garderobengebäudes für die Sportplätze Im Rohr im Zelgli-Quartier deutlich. Die Co-Präsidenten des FCs Stefan Bolliger und Marco Siefriz sowie Stadträtin Manuela Stiefel zeigen sich hoch erfreut.

Sibylle Egloff
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So wird das neue Garderobengebäude aussehen, das der FC Schlieren nächstes Jahr beziehen kann.

So wird das neue Garderobengebäude aussehen, das der FC Schlieren nächstes Jahr beziehen kann.

zvg/Raumgleiter AG

Das Jahr 2021 verspricht ein gutes für den FC Schlieren zu werden. Der Verein feiert dann nicht nur sein 100-jähriges Bestehen, sondern kann voraussichtlich auch sein neues Garderobengebäude beziehen. Dafür haben die Schlieremer Stimmberechtigten am Abstimmungssonntag den Weg geebnet. Sie bewilligten einen Kredit von 4,3 Millionen Franken für die neue Garderobenanlage für die Sportplätze Im Rohr im Zelgli-Quartier mit 2099 Ja- zu 869-Nein-Stimmen. Das ist ein Ja-Stimmen-Anteil von über 70 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag bei 34,7 Prozent.

Da die bestehenden Garderobentrakte mit den Baujahren 1984 und 2000 erhebliche Mängel aufweisen und die Anzahl der Garderoben nicht mehr den Vorgaben und den Richtlinien des Schweizerischen Fussballverbands entsprechen, wird ein Neubau nötig. Dass dieser nun vom Stimmvolk abgesegnet ist, freut die Co-Präsidenten des FC Schlieren Stefan Bolliger und Marco Seifriz. «Wir sind sehr glücklich und beeindruckt vom deutlichen Abstimmungsresultat», sagte Stefan Bolliger. Man habe das Ja etwas knapper erwartet und sei nun umso zufriedener.

Auf dem Sportplatz Zelgli aufs Resultat angestossen

«Wir hoffen, dass wir nun die Eröffnung des Garderobengebäudes mit den Feierlichkeiten zu unserem 100-jährigen Geburtstag zusammenlegen können», sagte Marco Seifriz. Jetzt sei die Abstimmung durch und die Unsicherheit vorbei. «Wir können mit dem Planen des Fests beginnen», sagte Seifriz. Zur Feier des Tages versammelten sich die beiden Co-Präsidenten, der halbe Vorstand des
FC Schlieren sowie ehemalige Präsidenten und Ehrenpräsidenten nach Bekanntwerden des Resultats auf dem Sportplatz Zelgli, um anzustossen.

Wir hoffen, dass wir nun die Eröffnung des Garderobengebäudes mit den Feierlichkeiten zu unserem 100-jährigen Geburtstag zusammenlegen können.

(Quelle: Marco Seifriz, Co-Präsident FC Schlieren)

Auch Manuela Stiefel (parteilos), Vizepräsidentin des Stadtrats und zuständige Ressortvorsteherin Finanzen und Liegenschaften, liess es sich nicht nehmen, beim freudigen Ereignis dabei zu sein. «Ich bin sehr erleichtert und freue mich über das deutliche Ja der Schlieremer Stimmbürger», sagte Stiefel. Es sei nicht nur ein Ja für das Garderobengebäude, sondern auch ein Ja für den Breitensport, ein Ja für die Jugend und ein Ja für Schlieren als Sportstadt.

«Ich gratuliere dem Verein von Herzen. Das Resultat zeigt, dass es dem FC Schlieren gelungen ist, die Stimmberechtigten mit viel Herzblut zu mobilisieren», sagte Stiefel. Das sei gar nicht so einfach, wenn man bedenke, dass nicht alle Fussballerinnen und Fussballer des Vereins in Schlieren wohnhaft seien und dass auch nicht alle von ihnen und auch nicht alle Eltern der Junioren stimmberechtigt seien.

Garderobe mobilisierte mehr Leute als Schulpflegewahl

An der tiefen Stimmbeteiligung von 34,7 Prozent stört sich Stiefel nicht. «Die Stimmbeteiligung für die Ersatzwahl eines Schlieremer Schulpflegemitglieds fiel mit 29 Prozent deutlich tiefer aus. Das heisst, dass sich mehr Leute eine Meinung zum Garderobengebäude gebildet haben als zur Schulpflege. Dies, obwohl es sich um eine Personenwahl handelte und die Schule mehr Personen betrifft», sagte Stiefel.
Nach der Referendumsfrist will die Stadträtin mit dem Bau loslegen. Das Baubewilligungsverfahren habe man bereits eingeleitet. «Wenn die Frist zu Ende ist, werden wir den Holzbauer informieren und damit beginnen, die Leitungen zu erneuern. Nun gibt es nichts mehr, das uns aufhalten könnte.»

Ich gratuliere dem Verein von Herzen. Das Resultat zeigt, dass es dem FC Schlieren gelungen ist, die Stimmberechtigten mit viel Herzblut zu mobilisieren.

(Quelle: Manuela Stiefel, Schlieremer Stadträtin)

Bald wird auf dem Sportplatz Zelgli also ein Hybrid-Modulbau aus Holz und Metall stehen. Neben den zwölf geplanten Garderoben werden auch sechs Duschräume, zwei WC-Anlagen, zwei Einzel-WCs, ein Sanitäts- und Massageraum, zwei Trainer- und Schiedsrichterräume, zwei Technikräume sowie ein neues Klubhaus mit Küche und Lager erstellt.