Dietikon

Im Schachclub Dietikon seit 1983 – Peter Widmer hat sein erstes Schachbrett selbst gebaut

Peter Widmer ist seit 1983 im Schachclub Dietikon dabei.

Peter Widmer ist seit 1983 im Schachclub Dietikon dabei.

Der Dietiker Peter Widmer ist bei Schachturnieren ein hartnäckiger Gegner. Seit 37 Jahren ist Peter Widmer Mitglied des Schachclubs Dietikon. Zusammen mit vier anderen Schachbegeisterten trifft er sich jeden Monat für ein internes Blitzturnier. Dieses findet immer am ersten Dienstag des Monats im Alters- und Gesundheitszentrum Dietikon statt.

Die fünf Kontrahenten treten jeweils zweimal mit wechselnder Farbe der Spielfiguren – Weiss beginnt, Schwarz zieht nach – gegeneinander an. So wird an einem Abend in acht Spielrunden, die jeweils fünf Minuten dauern, ein Sieger erkoren. «Natürlich wollen alle gewinnen. Wichtiger ist uns aber der Plausch mit den Kollegen», sagt der 61-jährige Dietiker.

Über die Jahre ist die ­Mitgliederzahl geschrumpft

Widmer, der in Dietikon aufwuchs, erlernte die Grundlagen des Schachs in der Primarschule. Dort baute er auch sein erstes Schachbrett zusammen, das er immer noch bei sich daheim aufbewahrt. 1983 trat er im Alter von 24 Jahren dem Schachclub Dietikon bei. In den bald vier Dekaden, in denen er Mitglied im Club ist, hat er einiges erlebt. «Wir waren am Anfang zirka 30 Leute. Damals spielten wir in mehreren verschieden ­starken Gruppen. Mit der Zeit schrumpfte der Club, weil die Mitglieder andere Interessen hatten oder verstarben», sagt er. Widmer ist nach Ernst Marte am zweitlängsten dabei. Marte ist seit 1973 Mitglied des Schachclubs.

Zusammen mit Marte und sechs weiteren Teilnehmern aus anderen Schachclubs bestritt Widmer am 22. Februar das Turnier des Schachtreffs «Turm» in Wipkingen. An seiner dritten Teilnahme erreichte Widmer erstmals den dritten Platz, während Marte seinen sechsten Turniersieg einheimste. Es wurden fünf Runden an zwanzig Minuten gespielt. Widmer sagt: «Ich nehme hin und wieder an externen Turnieren teil. Dann kann ich gegen neue Gegner antreten. Weil jeder anders spielt, lerne ich so immer wieder etwas dazu.»

Früher spielte er neben Schach auch leidenschaftlich Minigolf. «Ich war jeden Sonntag auf dem Minigolfplatz anzutreffen und habe in der ganzen Schweiz an Turnieren mitgemacht», sagt er. Im Gegensatz zum Schach hat er das Minigolf in den letzten Jahren aber aufgegeben. «Schach kann man immer und überall spielen. Es ist egal, ob es draussen regnet oder schneit», sagt Widmer. Bis jetzt sei es ihm noch nie verleidet.

Auf die Schachturniere bereitet sich Widmer mit den Spielen im Club vor. Schachbücher mit verschiedenen Strategien habe er zwar. Jedoch nutze er sie nur selten. «Ich verbessere mich am besten, wenn ich gegen andere Personen spiele», sagt er. Eine Lieblingsstrategie hat er jedoch: Beginnt er mit Weiss die Partie, fährt er zuerst mit einem der beiden mittleren Bauern, danach mit einem der Springer und schliesslich mit der Dame. «Ich versuche dem Gegner so schnell wie möglich Figuren wegzunehmen», sagt er. Die schwarzen Figuren mag er weniger. Weil man immer nachziehen müsse, sei man meist in der Defensive und versuche, nicht schachmatt gesetzt zu werden. «Ich versuche trotzdem immer zu gewinnen. Man kann immer hoffen, dass der Gegner einen Fehler macht», sagt er.

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