Opfikon

Ex-Sozialvorsteherin blitzt vor Verwaltungsgericht ab

Beatrix Jud, die ehemalige Sozialvorsteherin Opfikon,  soll das Geld zurückzahlen und nun zusätzlich noch die Gerichtskosten von 3200 Franken übernehmen.

Beatrix Jud, die ehemalige Sozialvorsteherin Opfikon, soll das Geld zurückzahlen und nun zusätzlich noch die Gerichtskosten von 3200 Franken übernehmen.

Das Gericht kam zum Schluss, dass die ehemalige Sozialvorsteherin Beatrix Jud ihren Anwalt unrechtmässig aus der Stadtkasse bezahlen liess.

Die Sozialbehörde, die Jud notabene selber präsidierte, hatte der Politikerin 10'000 Franken für Anwaltskosten zugesprochen. Den Anwalt engagierte sie wegen des gegen sie laufenden Verfahrens der parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK).

Dies hätte sie nicht tun dürfen, lautet das Verwaltungsgerichtsurteil, über das am Mittwoch auch der «Zürcher Unterländer» berichtete. Nur der Gesamtstadtrat hätte ihr dieses Geld aus der Stadtkasse gewähren können - nicht aber die eigene Behörde.

Jud soll das Geld zurückzahlen und nun zusätzlich noch die Gerichtskosten von 3200 Franken übernehmen. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Jud kann es noch ans Bundesgericht weiterziehen.

Ans Licht kam die Übernahme der Anwaltskosten durch die Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK), welche diesen Griff in die Stadtkasse als «wohl unrechtmässig» bezeichnete.

In die Schlagzeilen geriet Beatrix Jud, weil sie wegen eines Schlaganfalls eine 100-prozentige IV-Rente bezog und nur noch zu rund 30 Prozent arbeitsfähig war. Gleichzeitig arbeitete sie als Stadträtin und als Treuhänderin. (sda)

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1