Unterengstringen
Ein Monat nach Aufbau: Die neue Traglufthalle ist bereits gut ausgelastet

Der Tennis- und Padelclub Unterengstringen ist zufrieden mit seiner Halle, in der von nun an auch im Winter gespielt werden kann. Besonders die Helligkeit in der Halle, die Akustik, die angenehme Temperatur und der neue Belag überzeugen die Sportler.

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Die wabenartige Struktur der neuen Traglufthalle sorge für eine gute Akustik und sei dazu schön anzuschauen, sagt Scheurer.

Die wabenartige Struktur der neuen Traglufthalle sorge für eine gute Akustik und sei dazu schön anzuschauen, sagt Scheurer.

Florian Schmitz

Seit einem Monat kann in der neuen Traglufthalle des Tennis- und Padelclubs Unterengstringen unabhängig vom Wetter Tennis gespielt werden. Nachdem am 13. November die Vorbereitungen für den Aufbau angelaufen waren, erfolgte einen Tag später am Vormittag das Aufstellen. «Begonnen haben wir um halb neun, um zwölf Uhr stand die Halle und Mitte Nachmittag war sie spielbereit», sagt Urs Scheurer. Er hat im Oktober des letzten Jahres die Projektleitung übernommen und ist nun Betriebsverantwortlicher für die Traglufthalle. Bis drei Tage vor dem Aufstellen der Halle habe man auf den nun überdachten Plätzen noch Outdoor-Tennis spielen können, womit ein praktisch nahtloser Übergang gewährleistet gewesen sei, sagt Scheurer.

Vergangenen Sommer ist die Baubewilligung für die neue Halle rechtskräftig geworden (die «Limmattaler Zeitung» berichtete). «Der Aufbau der Halle verlief problemlos», sagt Scheurer. Er erfolgte mit einem Montageteam des Hallenlieferanten Hupfauer und dem clubeigenen Unterhaltsteam. «Die vorgesehene Einweihungsfeier fiel leider den kurz vor dem Hallenaufbau verschärften Corona-Vorgaben zum Opfer», sagt Scheurer. Er hoffe jedoch, das Fest in passender Form im Frühling nachholen zu können.

Die neue Traglufthalle, die über die beiden vorderen Plätze beim Restaurant gespannt ist, soll es ermöglichen, zwischen Oktober und April auch im Winter Tennis zu spielen. Mit dem Bau der Halle wurden auch die beiden Plätze mit einem Allwetterbelag komplett neu erstellt. Dieser soll sie wetterfester und wartungsfreundlicher machen. So ergaben sich für das Projekt insgesamt Kosten von etwas mehr als einer halben Million Franken, sagt Scheurer.

Die neue Halle am Chriesihoger werde bereits sehr gut genutzt. «Wir sind insbesondere positiv überrascht von der starken Nutzung an den Wochenenden, mehrheitlich durch spontane Einzelstunden-Buchungen», sagt er. Diese ergeben mit den Fixplatzmieten gegenwärtig eine Auslastung von rund 60 Prozent.

Der Energieverbrauch der Halle ist steuerbar

«Die Hallenbenutzer sind besonders mit der Helligkeit in der Halle, der angenehmen Hallentemperatur, der guten Akustik und dem neuen Belag zufrieden», sagt Scheurer. Die Akustik sei der wabenartigen Struktur der Halle zu verdanken. «Da diese auch schöner anzuschauen ist als eine plane Fläche, schlugen wir so zwei Fliegen auf einen Streich», sagt er. Für die äussere Erscheinung der Halle seien sogar schon Komplimente von Passanten eingegangen.

«Wir optimieren den Energieverbrauch der Traglufthalle durch eine Koppelung des Platzreservationssystems mit dem Warmlufterzeuger der Halle», sagt Scheurer. Tagsüber werde die Hallentemperatur grundsätzlich auf zehn Grad Celsius gehalten, bei einer Platzreservation werde die Temperatur 15 Minuten davor um fünf Grad erhöht und eine Viertelstunde nach Ende der Reservation wieder auf zehn Grad gesenkt. Auch die Beleuchtung der Halle sei jeweils nur eine Viertelstunde vor und nach einer Reservation in Betrieb. Nachts wird die Hallentemperatur auf fünf Grad abgesenkt. «So können wir den Energieverbrauch nach Bedarf steuern», sagt Scheurer. Als Energieträger für die Beheizung der Halle werde Flüssiggas eingesetzt.

Im Rahmen des Bewilligungsverfahrens hatten einige direkte Anwohner Bedenken bezüglich der Lärmentwicklung des Warmlufterzeugers der Traglufthalle geäussert. Diese habe der Tennis- und Padelclub Unterengstringen bei der Realisierung mit dem Bau einer Lärmschutzwand berücksichtigt, sagt Scheurer. Bisher seien keine Rückmeldungen von Anwohnern eingegangen. «Die gesetzlichen Lärmvorgaben können wir nachweislich problemlos erfüllen. Der Warmlufterzeuger ist sogar um einiges leiser als ursprünglich angenommen.»

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