Es ist ein Tanz mit den Farben, den Christine Albisser nun zum zweiten Mal in der Öffentlichkeit wagt: Ab Montag stellt die Künstlerin rund 20 ihrer Bilder in der Stadtbibliothek Dietikon aus. Ihre erste Ausstellung fand erst im letzten September statt, der Malerei ist sie aber schon seit Jahren zugetan.

«Früher habe ich mich nicht getraut, mit meinen Bildern nach aussen zu treten. Weil meine Malerei eine persönliche Ausdrucksform ist. Aber heute fühlt es sich gut an», sagt Albisser. Ihre abstrakten Werke, die unter dem Titel Farbentanz gezeigt werden, vermitteln Fröhlichkeit und sollen die Hingabe an den Moment zelebrieren. Dabei geht Albisser mit grosser Experimentierfreude ans Werk. «Ich male mit Acryl und ganz unterschiedlichen Materialien», sagt sie. So vermischt sie die Farben etwa mit Erde, Kaffee oder auch Asche auf hochwertigen Leinwänden. «Das verleiht den Bildern Lebendigkeit und Tiefe.» Ihr ist wichtig, dass ihre Werke beim Betrachter etwas bewirken.

Ihre Maltechniken erlernte Albisser bei der Dietiker Künstlerin Marlise Schellenberg. «Von ihr lasse ich mich auch heute noch gerne inspirieren», sagt sie. Die Kunst spielte für Albisser schon immer eine grosse Rolle. Sie erlernte den Beruf als Glasbläserin, den sie anschliessend lange ausübte. Heute ist sie Mutter von drei Kindern sowie Grossmutter von drei Enkelkindern. Deren unverfälschte kindliche Betrachtung teilt sie. «Ich will die Schönheit und das Interessante in allem immer wieder entdecken.»