Corona-Lockdown

Die Zürcher Notariate setzen auf eine neue Corona-Einheit

Wegen Corona-Lockdown werden mehr Konkurse erwartet. Die Zürcher Notariate schaffen zehn Vollzeitstellen.

Wegen Corona-Lockdown werden mehr Konkurse erwartet. Die Zürcher Notariate schaffen zehn Vollzeitstellen.

Die Konkursämter des Kantons Zürich erwarten in den kommenden Monaten einen Anstieg der Konkursverfahren. Um diese Corona-­bedingte zusätzliche Arbeitslast stemmen zu können, schafft das Notariatsinspektorat eine neue Einheit.

Die Zürcher Notariate erwarten eine ungewöhnlich hohe Arbeitsbelastung: Sie rechnen mit einer erheblichen Zunahme der Konkursverfahren. Um die befürchteten Folgen des Corona-Lockdown bewältigen zu können, wird nun eine «mobile Equipe+» gebildet. Die entsprechenden Stelleninserate sind geschaltet. Derzeit sind für die neue Konkurs-Einheit zehn Vollzeitstellen vorgesehen, wie es beim Notariatsinspektorat auf Anfrage der «Limmattaler Zeitung» heisst.

Eine mobile Equipe gibt es bereits. Diese unterstützt die verschiedenen Konkursämter im Kanton im Falle einer ausserordentlichen Lage. Die Equipe hilft beispielsweise bei juristisch anspruchsvollen, komplexen und umfangreichen Konkursverfahren oder bei ungewöhnlich hoher Arbeitsbelastung aus.

Eine neue Equipe für zwei Jahre

Letzteres erwartet das Notariatsinspektorat nun als Folge des Corona-Lockdown unter anderem aufgrund der Konjunkturprognosen des Staatssekretariates für Wirtschaft. Der Zeitpunkt dieses Anstieges sei noch ungewiss, doch werde eine Zunahme der Fallzahlen ab dem Spätsommer oder Herbst erwartet, hält das Notariatsinspektorat weiter fest. In den Stelleninseraten werden die neuen Equipenmitglieder denn auch «per sofort oder nach Vereinbarung» gesucht.

Die mobile Equipe+ soll vorerst für zwei Jahre Bestand haben. In den Stelleninseraten, in denen von «einer spannenden und vielfältigen Tätigkeit» die Rede ist, wird zumindest auf diese Befristung hingewiesen.

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