Urdorf

Die neue Gemeindeordnung steht: Ein weiterer Schritt Richtung Einheitsgemeinde ist gemacht

Ab Januar 2022 könnte Urdorf eine Einheitsgemeinde sein. Die Weichen dafür haben der Gemeinderat und die Schulpflege nun gestellt. Sie erarbeiteten und genehmigten die geänderte Gemeindeordnung.

Ab Januar 2022 könnte Urdorf eine Einheitsgemeinde sein. Die Weichen dafür haben der Gemeinderat und die Schulpflege nun gestellt. Sie erarbeiteten und genehmigten die geänderte Gemeindeordnung.

Der Gemeinderat und die Schulpflege Urdorf genehmigen die geänderte Gemeindeordnung. Neu soll die Schulpflege nur noch aus sieben statt neun Mitgliedern bestehen.

Während des Lockdowns erarbeiteten der Gemeinderat und die Schulpflege Urdorf eine gemeinsame Gemeindeordnung für die Bildung einer Einheitsgemeinde. Nun ist dieser Prozess abgeschlossen, wie die beiden Behörden mitteilen. Die Schulpflege und der Gemeinderat genehmigten die geänderte Gemeindeordnung. An der vorberatenden Gemeindeversammlung am 2. Dezember wird den Stimmberechtigten der Genehmigungsantrag für die Fusion der beiden Güter vorgelegt. Am 7. März 2021 wird das Stimmvolk an der Urne darüber befinden.

Angestossen wurde die Fusion von der Schulpflege Ende Januar, als sie nach langem Widerstand einlenkte und der Forderung nach einer Einheitsgemeinde aus der Bevölkerung nachgab (die «Limmattaler Zeitung» berichtete). Die Behörden betonen in der aktuellen Mitteilung die Vorzüge der Einheitsgemeinde. «Einerseits ermöglicht sie es, dass für die Gemeinde Urdorf eine gesamthafte Strategie und klare Ansprechpartner bestehen können. Andererseits berührt die Vorlage die eigentlichen Bildungsdienstleistungen nicht: Die Schule Urdorf bleibt die Schule Urdorf», schreiben der Gemeinderat und die Schulpflege. Mit der Einheitsgemeinde würden strategische und administrative Überschneidungen der beiden Güter beseitigt, Schnittstellen reduziert sowie Strukturen und Prozesse professionalisiert. Durch die Fusion würde die Schulpflege von Aufgaben im Bereich Finanzen und Liegenschaften entlastet, wodurch sie sich auf die Führung der Schule konzentrieren könne und das Schulpflegeamt an Attraktivität gewinne, schreiben die Behörden.

Nur notwendige Anpassungen wurden vorgenommen

Die Gemeindeordnung erfuhr geringfügige Änderungen. Anpassungen seien nur vorgenommen worden, wo sie unmittelbar notwendig gewesen seien, heisst es. Zu den wesentlichsten Änderungen gehört unter anderem, dass sich die Schulpflege neu aus sieben Personen zusammensetzt. Bisher waren es neun. Der Gemeinderat besteht weiterhin aus sieben Mitgliedern, dazu gehören das Gemeindepräsidium, das Schulpräsidium und fünf Ressortvorstehende. Das Schulpräsidium wird wie das Gemeindepräsidium durch Urnenwahl verbindlich zugeteilt. Auch die weiteren sechs Mitglieder der Schulpflege werden auch künftig an der Urne gewählt. Die Schulpflege führt weiterhin die Kindergarten-, die Primar- und
die Sekundarstufe der öffentlichen Volksschule. Neu stellt sie zudem die ausserschulische und familien­ergänzende Betreuung sicher.

Eine Gemeinde, eine Strategie: Das ist das Ziel der Einheitsgemeinde Urdorf. Dabei gehe es nicht darum, die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken. Vielmehr verfolge man bei gleichem finanziellen Aufwand und aufgrund des strategischen Gesamt­blickes sowie dem Fokus auf zukunftsorientierte Bildungsdienstleistungen eine qualitative Verbesserung des Gesamtangebotes, heisst es in der Mitteilung. Nun steht die Vernehmlassung bei den Ortsparteien und der Rechnungsprüfungskommission an. Zudem soll die Gemeindeordnung durch die kantonale Vorprüfung gehen.

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