Für drei Tage gab es in Birmensdorf die Faszination des Pferdesportes zu erleben. Heuer zum ersten Mal im Limmattal ausgetragen wurde dabei der OKV Juniorencup Final vom ostschweizerischen Kavallerieverband. Verantwortlich für die Organisation zeichnete der Kavallerieverein Birmensdorf.

Rund 325 Pferde mit begeisterten Reitern und Reiterinnen aus der ganzen Schweiz sorgten mit über 650 gestarteten Runden auf der Reitanlage im Vogelsang über das gesamte Wochenende für gelungene Springturniere, wobei auch ein Rahmenprogramm mit Hüpfburg für die Kleinsten sowie zwei grosse Shows dazugehörten.

Im ersten Jahr als OK-Präsidentin wirkte Claudia Meier, die in Birmensdorf aufgewachsen ist. Sie hatte keine einfache Aufgabe: «Wir haben vor einer Woche entschieden, auf den Sandboden auszuweichen, da der Boden aufgrund der Hitze in diesem Sommer schlicht zu hart für das Pferdespringen ist», sagt sie.

Zahlreiche Helfereinsätze

Eine gewisse Flexibilität mache auch ein neues Anmeldeverfahren erforderlich, weil viele zusätzliche Startnummern bis zum Vortag vergeben wurden und der Zeitplan etwas nach vorne verschoben werden musste. Glücklicherweise spiele das ideale Wetter mit und die Resonanz sei sehr gut: «Ich bin zufrieden, aber es muss für alle stimmen», so Meier.

Das gute Klima innerhalb des Kavallerievereins Limmattal lobte Guido Balsiger, der für den Parcoursbau die Verantwortung übernahm: «Für den reibungslosen Ablauf stehen immer rund dreissig Helfer und Helferinnen im Einsatz und für viele Mitglieder des Vereins sind Einsätze an allen Tagen und nicht nur für wenige Stunden eine Selbstverständlichkeit, das schätze ich sehr», sagt er.

Patricia Ulrich startete am Samstag

Am Samstag startete Patricia Ulrich vom Kavallerieverein Limmattal: «Ich war fokussiert und mein Pferd Lano kennt diesen Ort bestens, aber das hier so viele neue Sachen plötzlich auch noch da waren, hat ihn abgelenkt, sodass er etwas zu viel herumgeschaut hat, anstatt die Füsse während dem Springen zu lupfen», lacht sie.

Seit rund zwanzig Jahren reitet die heute 29-jährige, die von Beruf Rettungssanitäterin ist: Die intensive Arbeit mit dem sensiblen Tier mache den Pferdesport für sie so faszinierend. Ein Concours sei dabei stets zweitrangig, vielmehr gehe es um den Weg, der das Ziel sei und um die Freude am Sport. Aus Aesch am Start war auch der zwanzigjährige Patrick Hofstetter: «Ich kam sehr spät, das heisst, erst in der dritten Sekundarstufe zum Pferdesport, da ein Umbau auf unserem Hof für längere Zeit keine Pferdehaltung zuliess».

Momentan trainiere er wöchentlich das Springen mit seinem Pferd namens Joy. «Das Zusammenspiel muss stimmen», sagt er. Nach der ersten Runde beim Concours zeigte er sich weniger zufrieden, obwohl er diese mit null Fehlern in 60.04 Sekunden beenden konnte. «Manchmal möchte man zu viel erreichen und erreicht dann durch zu viel Kontrolle das Gegenteil», beschreibt seine Tante Silvia Hofstetter den Auftritt. Sie sei öfters in Irland unterwegs und von dort stamme auch sein Pferd.

Sonntags bot sich dann eine Premiere mit der Austragung des gesamtschweizerischen Juniorencup Finals, wobei bereits in der Mittagszeit eine Show die Herzen von Pferdeliebhabern höherschlagen liess. Mit ihren eleganten dunklen Pferden sorgte die Dressurgruppe Friesian Dream Dancers bei ihren Runden für grossen Applaus. «Das war sehr schön anzusehen und eindrücklich», sagte Maja Steiner im Publikum. Sie habe die Showgruppe schon einmal gesehen. Gemeinsam mit Irina Steiner kam sie aus Grenchen zum Anlass und die beiden genossen das Ambiente auf dem Festplatz.