Der Aufruhr sei gross gewesen, als Daniel Buchta, 28-jähriger Akademiker aus Berlin, in den Parteivorstand der SVP-Kreispartei 7/8 gewählt wurde, berichtet die «NZZ». Dass ein Ausländer eine solche Position zuteilwerde, gehe in der SVP überhaupt nicht an, so die Kritik einiger Mitglieder. Dabei habe der Deutsche in der SVP seine politische Heimat gefunden. «Auch als Deutscher in der Schweiz unterstütze ich sämtliche Kernforderungen der SVP», sagt Buchta.

Besonders in Rage verfiel der SVP-Kantonsrat Hans-Peter Amrein. Dieser gab in der Folge seinen Rücktritt aus der Kreispartei bekannt. Auf Anfrage des «Tages-Anzeigers» wollte Amrein sich nicht zu Buchtas Wahl äussern. «Sitzungen, die nicht öffentlich sind, kommentiere ich nicht. Das ist eines Politikers nicht würdig.»

Dass es derartig ausuferte, überraschte sogar den Präsidenten Urs Fehr. In seinen Augen sei Buchta nämlich eine Bereicherung. «Er steht ganz zu den Werten der SVP, ist engagiert, eloquent und hat sich bereits an Standaktionen beteiligt», führt er gegenüber dem «Tages-Anzeiger» aus. Mit Buchtas Wahl zeige die SVP zudem, dass sie offen sei für Ausländer sei.

Der Kantonalpräsident der SVP, Patrick Walder, sei über die Vorgänge in der Kreispartei informiert worden. Die Parteileitung bespreche ihre Haltung an der nächsten Sitzung. «Gemäss Statuten spricht nichts dagegen.»