Schlieren

Der Stadtrat half beim Graben: Schlieren hat eine Jubiläumseiche erhalten

Zum 100-Jahr-Jubiläum schenkte der Verband Wald Zürich der Stadt Schlieren eine Traubeneiche. Sie wurde auf dem Schlieremer Friedhof eingepflanzt.

Rund 350 Traubeneichen verschenkt der Verband Wald Zürich zu seinem 100-Jahr-Jubiläum. «Wir danken so Personen, Gemeinden und Holzkorporationen für ihren Einsatz in und um die Wälder des Kantons Zürich», sagt Verbandspräsident Kaspar Reutimann.

Einer dieser Bäume wurde in dieser Woche der Stadt Schlieren übergeben und auf dem Friedhof gepflanzt. Das symbolische Geschenk nahm Stadtrat Andreas Kriesi (GLP) entgegen. «Auf dem Friedhof macht sie sich sehr gut», sagte er. Und auch Reutimann zeigte sich zufrieden mit dem Pflanzungsort: «Es ist ein andächtiger Ort mit vielen verschiedenen Baumarten.»

Die Eiche ist hitzeresistent

Dass ausgerechnet Eichen geschenkt werden, hat einen Grund: Für den Verband Wald Zürich ist die Eiche der Baum der Zukunft. «Die Klimaerwärmung macht vielen Bäumen zu schaffen. Die Eiche ist hingegen ziemlich hitzeresistent», erklärte Reutimann. Zudem werde sie nicht vom Borkenkäfer befallen. Dieser stellte dieses Jahr für die Fichten ein grosses Problem dar. Um die Eiche herum finden zudem über 300 Insektenarten ein Zuhause. Die Zukunft des Zürcher Waldes bestehe allerdings nicht aus Monokulturen, in denen nur Eichen stehen, so der Verbandspräsident. Stattdessen werde versucht, möglichst viele unterschiedliche Baumarten anzupflanzen.

Andreas Kriesi betonte, wie wichtig es sei, dass man sich um den Wald kümmert und neue Bäume setzt: «Der Wald bietet Erholung für die Menschen und liefert Baumaterial für nachhaltiges Bauen. Leider werden an vielen Orten auf der Welt grosse Waldflächen abgeholzt.» Aus diesem Grund sei jeder Baum, der neu gesetzt wird, wertvoll. Nach den Ansprachen halfen Kriesi und Reutimann dabei, die junge Traubeneiche einzugraben.

An der Übergabe war auch Hanspeter Haug anwesend. Der alt Gemeindepräsident der Gemeinde Weiningen und ehemalige SVP-Kantonsrat ist schon seit Jahren im Vorstand des Verbands Wald Zürich. Über seine Funktion als Präsident der Holzkorporation Weiningen sei er zum Verband gestossen. Auch sein Heimatort erhielt eine Eiche. «Die Eiche für die Gemeinde Weiningen wurde am Rebblüetefäscht übergeben», sagte Haug.

Momentan werden die Wälder nicht übernutzt

Den Waldbesitzern werde immer wieder vorgeworfen, die Wälder zu zerstören. «Als Interessensorganisation der Waldbesitzer müssen wir uns immer erklären, wenn irgendwo Bäume gefällt werden», so Reutimann. Ausserdem beklagen sich Anwohner vielerorts über den Lärm, den die Forstarbeiten verursachen.

Diese Arbeiten würden aber dafür sorgen, dass die Wälder richtig genutzt werden. «Die Waldnutzung ist wichtig für die Biodiversität. Durch das Fällen der Bäume entstehen Lichtungen, auf welchen neue Pflanzen wachsen können», sagte Reutimann. Er fügte an, dass im Kanton Zürich momentan keine Übernutzung der Wälder stattfindet.

Verwandtes Thema:

Autor

Manuel Reisinger

Meistgesehen

Artboard 1