Schneespass
Der Dietiker Skilift ist endlich wieder in Betrieb – wo im Limmattal sonst noch der Schnee lockt

Es ist das erste Mal seit knapp vier Jahren, dass der Skilift Röhrenmoos offen ist. Viele andere Gemeinden in der Region bieten tolle Schlittelhänge, die Spass im Schnee versprechen.

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Der Dietiker Skilift Röhrenmoos bei der Hundshütte ist das erste Mal seit Februar 2017 wieder in Betrieb.

Der Dietiker Skilift Röhrenmoos bei der Hundshütte ist das erste Mal seit Februar 2017 wieder in Betrieb.

Severin Bigler

Endlich ist es wieder so weit: Dank der heftigen Schneefälle in den letzten Tagen ist der Dietiker Skilift Röhrenmoos diesen Samstag nach knapp vier Jahren zum ersten Mal wieder in Betrieb. «Es hat mehr als genug Schnee, wir mussten nicht einmal vor Ort die Lage prüfen», sagt Armin Strässle, der Dietiker Leiter Jugend, Freizeit und Sport. Am Samstag und Sonntag können Schneebegeisterte sich von zehn bis 16 Uhr vom tiefstgelegenen Skilift der Schweiz auf einer Distanz von 225 Meter den Hügel hochziehen lassen. Am Saisoneröffnungstag ist die Benutzung gratis – und das schon seit 1972, als der Lift in Betrieb genommen wurde. Danach kostet eine Tageskarte für Kinder fünf, für Erwachsene acht Franken.

«Es sieht gut aus, dass der Skilift auch am Mittwoch laufen kann», sagt Strässle. Von 13 bis 16 Uhr könnten Skifahrer, Snowboarder sowie Schlitten- und Bobfahrer ein weiteres Mal auf ihre Kosten kommen. Die Öffnung des Liftes muss allerdings jeweils kurzfristig entschieden werden. «Das Wetter kann so schnell umschlagen», sagt Strässle. «Schliesslich hätten wir jetzt auch nicht mit so viel Schnee gerechnet.» Die Inbetriebnahme des Skilifts wird am Wochenende sicher viele Menschen aus der Region erfreuen. Auf Facebook kommentierte der legendäre Skitrainer Karl Frehsner, der seit vielen Jahren in Dietikon lebt: «Super Sache, danke, dass so etwas möglich gemacht wird.»

Das Timing passt: Weil die Zürcher Skigebiete seit dem 9. Januar wieder öffnen dürfen, steht dem Schneespass nichts mehr im Weg. Das vom Kanton bewilligte Dietiker Corona-Schutzkonzept sieht eine Kontrollperson am Skilift vor. Sie soll dafür sorgen, dass Besucher über zwölf Jahren eine Maske tragen, dass alle den Abstand von anderthalb Metern zueinander einhalten und dass niemand mit Krankheitssymptomen unterwegs ist.

Auch Schlittler und Bobfahrer können sich vom Dietiker Skilift hinaufziehen lassen. Doch Dietikon bietet mehr als nur diesen Hang: Die Wiese zwischen der Bernstrasse und den Schrebergärten ist bei Schlittlern beliebt, ebenso der Hang bei der Grunschen neben der Treppe nach Baltenschwil. Auch oberhalb von Stadthalle und Badi Fondli zieht es Schneefreunde hin. Der Dietiker Marmoriweiher ist bisher aber noch nicht mit Schlittschuhen befahrbar, dafür waren die Temperaturen zu wenig lange tief.

Im Limmattal wimmelt es von Schlittelhängen

Natürlich bietet nicht nur der Bezirkshauptort gute Schlittelpisten. Im Limmattal ist der nächst Hang selten allzu weit weg. Im Wiesentäli am Altberg oberhalb von Oetwil und Geroldswil lassen sich viele geeignete Schlittelstellen finden. Auch Spaziergänger, Schneeschuhwanderer und Langläufer, die keine Loipen benötigen, kommen hier auf ihre Kosten. Allerdings ist im Wald Vorsicht vor herabfallenden Ästen oder sogar umstürzenden Bäumen geboten.

Direkt beim Freibad Zwischen den Hölzern in Oberengstringen befindet sich ebenfalls ein beliebter Schlittelhang und in Unterengstringen lockt der Sonnenberg. Auch Weiningen bietet gleich mehrere tolle Orte für Schneespass an diesem Wochenende: Der Schlittelhang Hettlern unter dem Friedhof ist vor allem bei Familien sehr beliebt. Zudem bieten die Weininger Rebberge für Kinder tolle Schlittelpisten. Momentan funktioniert generell so manche Wiese oder Quartierstrasse als Piste. Der Oberengstringer Gemeindeschreiber Matthias Ebnöther etwa staunte nicht schlecht, als vor seinem Büro plötzlich ein Skifahrer vorbeifuhr.