Die Megaparty kann beginnen: Morgen Freitag um 17 Uhr eröffnet Stadtpräsidentin Corine Mauch zusammen mit OK-Präsident Albert Leiser auf einem Boot der Wasserschutzpolizei beim Sprungturm Ecke Quaibrücke/Utoquai das Züri-Fäscht. Dazu hüpfen Turmspringer des Vereins Zürcher Wasserspringer aus 10 bis 20 Metern Höhe in den See. Was läuft sonst noch so an den drei Züri-Fäscht-Tagen vom 5. bis 7. Juli?

A

Apropos Wasser: Bei Hitze erfrischt auch der Wasserdüsen-Torbogen beim Central. Doch gegen 30 Grad heiss wirds während des Züri-Fäscht-Wochenendes nur am Freitag. Am Samstag und Sonntag sind Höchstwerte um 25 Grad angesagt, Sonne und Regenwolken wechseln sich ab. Zudem sorgt die grösste mobile Wasserrutschbahn Europas beim Zürichhorn für rasante Abkühlung mit unterschiedlich hohen Schanzen.

B

Beizen gibts mehr als genug am Züri-Fäscht: 165 Festwirtschaften und 60 Bühnen locken, bis zu zwei Millionen Besucherinnen und Besucher werden auf dem Festareal zwischen Limmatquai und Zürichhorn, Mythenquai und Bahnhofstrasse erwartet.

C

Chilbi-Hauptplatz ist der Sechseläutenplatz, weitere Chilbibahnen und –stände gibts beim Hafendamm Enge, auf dem Mythenquai, am Limmatquai sowie auf dem Bürkliplatz und vor dem Stadthaus.

D

Drohnen bieten eine am Züri-Fäscht noch ungewohnte Lichtshow: Sie sollen den Nachthimmel über dem Zürichsee mit 3-D-Bildern verzaubern (Samstag und Sonntag 0.15-0.25 Uhr, 2.15-2.25 Uhr).

E

Energie: Laut einer Studie der Umweltstiftung Myclimate ist das Züri-Fäscht klimafreundlicher als ein normales Wochenende in Zürich. «Der Grund dafür ist der Individualverkehr, der an diesen Tagen wegen der Sperrung der Innenstadt fast vollständig wegfällt», sagte ein Züri-Fäscht-Sprecher der NZZ. Die Feuerwerke machen gemäss der Studie 2 Prozent des CO2-Ausstosses am Züri-Fäscht aus, die Flugshows weniger als 2 Prozent. Hauptfaktoren seien die An- und Abreise sowie die Mahlzeiten der Festbesucher, mit jeweils rund 40 Prozent.

F

Freestyle.ch, das Gratis-Festival der grossen Sprünge und steilen Tricks, ist wieder da: Mountainbiker, FMX-Fahrer und Motocrosser zeigen auf der Landiwiese, was sie können.

G

Grossmünster: Das Zürcher Wahrzeichen wird nach dem Eindunkeln vom Lichtkünstler Gerry Hofstetter mit farbigen Projektionen beleuchtet. Derweil spielen sich auf dem Grossmünsterplatz Coverbands durch die Rockgeschichte.

H

Hochseilakte sind beim Hafen Riesbach im Seefeld angesagt: In 62 Metern Höhe wollen die Artisten Natalia und Alexander Weisheit dem Publikum mit Akrobatik den Atem Rauben. Auch 12 Motorrad-Artisten wagen sich auf die Stahlseile.

I

Insieme: Das Festzelt der gleichnamigen Organisation für Menschen mit Behinderungen befindet sich an der Börsenstrasse 14, nähe Bahnhofstrasse, und bietet an allen drei Festtagen Konzerte. Am Sonntag um 15 Uhr tritt dort der Liedermacher Linard Bardill auf.

J

Jugendmusik: Die Musikschule Konservatorium Zürich (MKZ) macht den Münsterhof tagsüber zum Platz der Jugend. Angesagt sind Chorgesang, Auftritte der Bläser- und Streicherklassen, des MKZ-Kammerorchesters und der «Kidz on the Rock» mit ihren E-Gitarren.

K

Kinder können im Arboretum beim See in Zürich-Enge auf Hüpfburgen springen, Büchsen werfen, malen und basteln. Auch ein Märli-Zug und ein nostalgisches Karussell wartet auf die Kleinen, nebst Kasperli-Theater. Zudem ist ausgebildetes Krippenpersonal da, um Kinder ab drei Jahren zu betreuen.

L

Lärm von Fliegern gibts auch wieder: Kurz nach der Festeröffnung fliegen am Freitag ab 18.05 Uhr ein grosser Doppeldecker sowie ein Oldtimerpassagierflugzeug über Zürich, gefolgt von einer Kunstflugvorführung sowie einer Darbietung des Transporthelikopters Super Puma. Weiter gehts im Flugprogramm mit der grössten Kunstflugformation der Welt, dem PC-7-Team, das in Pilatus-Trainingsflugzeugen durch die Luft düst, propellerweise wenig später gefolgt von einem spanischen Helikopterteam. Das Flugprogramm endet am Freitagabend um 22 Uhr mit einer Rettungshelikopter-Präsentation – und wiederholt sich am Samstag ab 15 Uhr wieder.

M

Musik von Bläsern bietet der Platz der Blasmusik (St. Peterhofstatt) an allen drei Züri-Fäscht-Tagen bis 22 Uhr.

N

Nachtschwärmer: Das Festareal ist für Autos und Velos gesperrt. Empfohlen werden für die An- und Abreise die öffentlichen Verkehrsmittel. Sie sind rund um die Uhr unterwegs. Im Zürcher Verkehrsverbund muss der Nachtzuschlag von 5 Franken bezahlt werden. Von ausserhalb kommende Trams und Busse machen an den Rändern des Festareals kehrt. Nach den Feuerwerken bieten die SBB Extrazüge in die ganze Schweiz. Es ist ratsam, das Billett für die Heimreise schon auf dem Hinweg zu kaufen.

O

Organisatoren: Das Züri-Fäscht wird veranstaltet vom Verein Zürcher Volksfeste. Das 16-köpfige Organisationskomitee wird angeführt von OK-Präsident Albert Leiser, der für die FDP im Gemeinderat sitzt. Geschäftsleiter des alle drei Jahre stattfindenden Züri-Fäschts ist Roland Stahel.

P

Pyromanen erfreuen sich an den grossen Feuerwerken über dem Zürichsee, am Freitagabend ab 22.30 Uhr, am Samstagabend um 22.30 und 1 Uhr. Das Freitagsfeuerwerk steht unter dem musikalischen Motto «Hymne an den Mond», das frühere Samstagsfeuerwerk wird von Schlagern begleitet, das spätere von Rockmusik.

Q

Quer in der Landschaft steht am Züri-Fäscht, wer Ruhe sucht und allein sein will. Wir empfehlen die Flucht in abgelegene Alpentäler.

R

Richtungsweisend ist auch die Züri-Fäscht-App. Sie zeigt etwa, wo das Gedränge besonders gross ist. Dort sollte man besser nicht hin.

S

Schwimmautos aus den 1960er-Jahren präsentiert der Automobil Club Schweiz beim Hafen Enge, inklusive Publikumsfahrten bis zur Quaibrücke.

Die schwimmenden Automobile im Video: 

Züri-Fäscht: Mit dem Schwimmauto über den Zürichsee

T

Tanzen kann man überall, wo Musik läuft. Besonders geeignet: Das Caliente-Festival, das während des Züri-Fäschts auf dem Münsterhof stattfindet, mit lateinamerikanischen Orchestern, DJs und Tanzgruppen – Eintritt frei. Auch in der Zona Latina bei der Sukkulenten-Sammlung am See in Zürich-Enge gibts eine grosse und eine kleinere Bühne mit lateinamerikanischen Bands, DJs und Showgruppen. Techno-Fans kommen bei der Center Stage am Zürichhorn auf ihre Rechnung.

U

U-Boote gehören zwar nicht zum Züri-Fäscht-Angebot. Dafür präsentiert der Limmat-Club Zürich ein Wassersportfest auf der Limmat, mit Weidlings- und Langschifffahrten zwischen Seebecken und Schipfe. Auch Wasservelofahrten gehören zum Angebot. Und wer unter Wasser will, ist beim Schnuppertauchen am Hafen Riesbach an der richtigen Adresse.

V

Volkstanz findet tagsüber auf dem Lindenhof statt, mit Darbietungen von Tanzgruppen aus aller Welt; dazwischen gibt’s «Offenes Tanzen» zum Mitmachen.

W

WCs: Auf dem Festareal befinden sich rund 50 öffentliche WC-Stationen.

X

X-Beliebiges findet sich natürlich auch, zum Beispiel Drachenbootrennen auf der Limmat.

Y

Yes, auch das Züri-Fäscht endet mal: Am Samstag- und Sonntagmorgen jeweils um 5 Uhr, am Sonntagabend schliesslich um 23 Uhr.

Z

Zip-Line: Die Seilbahn vom Lindenhof ans Limmatquai ermöglicht ein Festerlebnis wie im Fluge.