Wer heiraten will, hat einen vollen Terminkalender: Von der Location über das Catering bis hin zu den Flitterwochen muss alles gebucht werden. Die «Wedding 2019»-Hochzeitsmesse im Hotel Geroldswil im Limmattal hilft den Brautpaaren.

Am Sonntag öffnete die Messe ihre Pforten. Über 30 Aussteller präsentierten unter anderem Torten, Kleider, Ringe und Frisuren. «Etwas Ähnliches gab es bereits vor ein paar Jahren, aber es war ein ziemlich einfaches Konzept», sagt Veranstalter Andreas Pape von der Pape Werbe AG. Vorher habe die Messe immer in einem kleinen Rahmen stattgefunden. «Dieses Jahr haben wir die Messe in einer ganzen Halle gemacht», sagt der Messebauer. Es sei dem diesjährigen Organisationskomitee ein Anliegen gewesen, die Messe aufleben zu lassen und es auf eine professionelle Weise anzukündigen. «Im Vornherein gab es diverse Werbekampagnen. Auch Plakataktionen im Limmattal – an vielen Orten hingen Plakate.»

Auch Brautkleider waren ausgestellt.

Auch Brautkleider waren ausgestellt.

Das Gegenteil von Parship

Es gäbe diverse Hochzeitsmessen in der Umgebung, das Spezielle an der «Wedding 2019» sei das «Heimische». «Das soll eine reine Limmattaler Geschichte sein, ohne grosse Konkurrenz», sagt er. Das Konzept sei neu, weshalb eine Bilanz schwerfalle. Etwa 150 bis 200 Gäste sollen die Messe am Sonntag besucht haben. «Es war gut. Dafür, dass es unser erstes Mal war, bin ich wirklich zufrieden.» Es seien viele Paare gekommen, die mitten in ihrer Hochzeitsplanung stecken und Anregungen gesucht haben. «Auch homosexuelle Paare waren da und haben sich über die vielen Angebote informiert– das finde ich natürlich spitze.»

Für ein definitives Fazit sei es jedoch noch zu früh: «Ich muss noch viel Feedback einholen. Auch was den Termin anbelangt», sagt Pape. Bereits während der Planung sei das gewählte Datum ein grosses Diskussionsthema gewesen. «Dass die Messe zur gleichen Zeit stattfindet wie das Rebblüetefäscht in Weiningen, findet natürlich nicht jeder toll.» Er persönlich sieht da kein Problem, es könne sogar etwas Positives sein: «Man kann zum Rebblüetefäscht gehen, eine Bratwurst essen und dann zur Messe kommen.»

Das Reisebüro war sehr beliebt.

Das Reisebüro war sehr beliebt.

Mit der Besucherzahl ist Pape also insgesamt zufrieden. «Es hätten aber mehr sein können.» Am besten soll es beim Reisebüro-Stand gelaufen sein: «Laut eigener Aussage hat der Aussteller über 20 neue Kontakte knüpfen können – sein Stand war immer voll», sagt Pape. Das können nicht alle Aussteller behaupten: «Einige beklagten sich darüber, dass zu wenige Besucher gekommen seien.» Für Pape ist das jedoch nicht aussagekräftig. «Es braucht nur zwei bis drei richtige Kontakte. Leute, die schauen, aber sich nicht wirklich interessieren, sind kein Mehrwert.» Dass es für manche Aussteller nicht so gut gelaufen sei, könne genauso an ihrem Angebot oder an der Beschriftung des Standes liegen, sagt der Veranstalter.

«Wir gewinnen paarweise»

Nach dem Feedback stehe auch schon die Planung für die nächste Messe bevor. Die grosse Frage: Wird die Messe jedes Jahr oder alle zwei Jahre stattfinden? «Das müssen wir noch entscheiden.» Pape ist sich jedoch sicher, dass die Messe wieder stattfinden wird. «Leute heiraten. Es ist das Gegenteil von Parship – sie verlieren die Kunden paarweise. Wir gewinnen sie paarweise.»

Bereits heute geht im Geroldswilersaal der nächste grosse Anlass über die Bühne – die 20. Ausgabe des Forums Wirtschaftsstandort Limmattal der Limmattaler Zeitung.