Zürich-West

Billiger wohnen: Zürcher Stadtrat plant Grossprojekt auf neuem Tramdepot Hard

2014/15 hatte das Amt für Hochbauten einen Architekturwettbewerb durchgeführt, aus dem Morger und Dettli Architekten AG aus Basel (heute Morger Partner Architekten AG) als Sieger hervorgingen. (Archiv)

Der Zürcher Stadtrat plant ein Grossprojekt beim Escher-Wyss-Platz: Das Tramdepot Hard soll erweitert und instandgesetzt werden. Über dem neuen Tramdepot sind 193 gemeinnützige Wohnungen geplant.

Ja sagen zu den Plänen müssen noch der Gemeinderat, der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) und das Stadtzürcher Stimmvolk. Das Tramdepot Hard ist das drittgrösste Depot der VBZ. Die Abstellanlagen und vor allem der westliche Depot-Trakt sind aber veraltet und stark baufällig. Ein Neubau sei dringend erforderlich, teilte der Stadtrat am Mittwoch mit.

Bei dieser Gelegenheit will er aus dem alten Sackdepot gleich ein Durchlaufdepot mit getrennten Ein- und Ausfahrten machen. Die neue Tramhalle soll zusammen mit dem denkmalgeschützten Depot-Teil Platz für insgesamt 25 Tram-Züge bieten. Geplant sind im neuen Depot auch Büros, Garderoben, Pausenräume und Lager.

Zahlen soll der ZVV. Die Stadt rechnet damit, dass der ZVV die Kosten von rund 72 Millionen Franken für die Erweiterung und Instandsetzung des Depots übernimmt. Die Zustimmung des ZVV ist Voraussetzung dafür, dass das gesamte Projekt zustande kommt.

Die Stadt will ihrerseits dafür 193 Wohnungen auf das Depot bauen, wobei das Dach der Einstellhalle als Innenhof für die Siedlung genutzt werden soll.

Abstimmung im Februar 2020

Die Miete für eine 3,5-Zimmerwohnung dürfte gemäss Mitteilung 1910 Franken kosten, eine 4,5-Zimmerwohnung dürfte sich auf 2090 Franken belaufen. Subventionierte Wohnungen sind keine geplant.

Dennoch ergebe sich dadurch in Zürich-West ein besserer Angebotsmix, weil sonst in den vergangenen Jahren vor allem hochpreisige Wohnungen erstellt worden seien, schreibt die Stadt. Parkplätze für die Mieterinnen und Mieter sind keine vorgesehen, dafür gibt es eine Velogarage mit 654 Plätzen.

Die Kosten für die Wohnsiedlung belaufen sich auf 127,4 Millionen Franken. Diese muss der Gemeinderat bewilligen. Am 9. Februar 2020 soll dann noch das Volk über das Grossprojekt entscheiden.

Die ersten Mieterinnen und Mieter könnten im Herbst 2025 in die Siedlung einziehen. Das Tramdepot soll im Frühling 2026 in Betrieb genommen werden.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1