«Der Bahnhof ist der Ort, wo die Leute in Schlieren ankommen. Da der erste Eindruck prägt, ist es wichtig, dass ein solcher Ort schön gestaltet wird», sagt Toni Brühlmann-Jecklin.

Weil dem so ist, freut sich Schlierens Stadtpräsident, dass das Areal westlich des bestehenden Bahnhofgebäudes schon bald ein neues Gesicht erhält.

Gestern wurde im Stadthaus die Ausstellung mit den Studienergebnissen des Architekturwettbewerbes für die Arealentwicklung um den Bahnhof eröffnet. Ab morgen ist sie öffentlich zugänglich.

Der Wettbewerb wurde von den SBB in Auftrag gegeben. Ihnen gehört das rund 10000 Quadratmeter grosse Areal. Doch auch die Stadt Schlieren war in die Planungen involviert.«Wir sind froh, dass wir bei der Gestaltung des öffentlichen Raums unsere Anliegen einbringen konnten. Das war uns wichtig», sagt Stadtingenieur Manuel Peer.

Zwei neue Gebäude im Westen

Zu sehen gibt es zehn Projekte von fünf Architekturbüros. Jedes musste jeweils zwei Szenarien entwerfen. Eines für den Fall, dass bei der Arealentwicklung der öffentliche Gestaltungsplan Schlieren West zum Tragen kommt, das andere für Möglichkeit, dass ein privater Gestaltungsplan erarbeitet wird.

Weiter beinhaltete der Auftrag einerseits, Vorstellungen zur künftigen Gestaltung des Bahnhofplatzes zu entwickeln, und andererseits ein städtebauliches Konzept für die Nutzung und Überbauung des brachliegenden Landes westlich des Bahnhofgebäudes zu erarbeiten.

Gläserner Kioskpavillon

Als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen ist das Projekt von Baumann Roserens Architekten, weil es unter anderem «eine attraktive Gestaltung des Bahnhofplatzes ermöglicht», wie es im Jurybericht heisst. Es sieht vor, östlich des denkmalgeschützten Bahnhofgebäudes einen gläsernen Kioskpavillon zu errichten.

Westlich des Bahnhofgebäudes ist ein Wohngebäude entlang der Gleise geplant. Im Erdgeschoss sollen Läden entstehen. Den Abschluss des Bahnhofareals bildet ein Wohnhaus mit Gewerbenutzung.

Auch bei den SBB freut man sich, dass das Areal künftig in neuem Glanz erscheint. «Die Passagierzahlen werden in den nächsten Jahren ansteigen. Zudem werden in der Stadt viele Arbeitsplätze geschaffen. Deshalb glauben wir an diesen Standort und entwickeln ihn weiter», hält Maria Aström von SBB Immobilien Development fest.

Gemäss Planungen sollen die Gebäude Anfang 2017 bezugsbereit sein.