Zürich

«Aufräumarbeiten» nach ERZ-Skandal: Stadtrat bewilligt IT-Projekt

Nun hat der Stadtrat nachträglich 2,4 Millionen Franken für ein IT-System bewilligt. (Symbolbild)

Nun hat der Stadtrat nachträglich 2,4 Millionen Franken für ein IT-System bewilligt. (Symbolbild)

Die Stadt Zürich ist nach wie vor mit den «Aufräumarbeiten» nach dem Skandal um Entsorgung und Recycling Zürich (ERZ) beschäftigt. Nun hat der Stadtrat nachträglich 2,4 Millionen Franken für ein IT-System bewilligt.

Vor sechs Jahren startete die alte ERZ-Führung ein Projekt, um Entwässerungs-Arbeiten einheitlich zu planen und zu dokumentieren. Mehrere Kredite und Vergaben wurden damals für dieses Projekt bewilligt – unter völliger Missachtung der städtischen Finanz- und Ausschreibungskompetenzen.

Nun will der Stadtrat auch diesen Missstand aufräumen. Wie er gestern mitteilte, bewilligt er die bereits getätigten Arbeiten im Nachhinein offiziell. Zudem gewährte er einen letzten Betrag von 100'000 Franken, damit das Projekt auch tatsächlich fertiggestellt werden kann.

Bis beim Zürcher Entsorgungswesen Ruhe einkehrt, dürfte es noch einige Zeit dauern. Im April wurde der externe Untersuchungsbericht publiziert, der aufzeigte, dass ERZ eine «Parallelwelt mit eigenen Regeln» war. Der ehemalige Direktor Urs Pauli wurde wegen Verdachts auf ungetreue Amtsführung fristlos entlassen und angezeigt. (sda)

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