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Zu Fuss von Poschiavo nach Maloja

Raphael Steger
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Gletschergarten Cavaglia.JPG
Lagh da Palü.JPG
Gruppenfoto am Lago Bianco Berninapass.JPG
Herbstliche Stimmung.JPG
Morteratsch-Gletscher.JPG

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Was im Chapfschulhaus in Windisch schon jahrelange Tradition hat, wurde diesen Herbst erstmals an der Bezirksschule durchgeführt: ein Trekkinglager. Im Rahmen einer Projektwoche nahmen 13 hochmotivierte und wanderlustige 2. und 3. Bezler mit der Schulsozialarbeiterin Judith Bolliger und dem Lateinlehrer Raphael Steger diese Tage in Angriff.

Am Montag 23. September am Mittag starteten wir nach einer langen und abwechslungsreichen Zugfahrt in Poschiavo zu unserer ersten Etappe zum Lagh da Palü. Unter strahlender Sonne stiegen wir 900 Meter das Puschlav hoch. Nach der Besichtigung des eindrücklichen Gletschergartens von Cavaglia durchquerten wir das glaziale Becken bis zu unserer Unterkunft Agriturismo Alpe Palü an einem wunderschönen See.

Nach einer hervorragenden Verköstigung und Übernachtung im Massenschlag nahmen wir den zweiten Tag in Angriff. Mit aller für eine Wanderwoche notwendigen Ausrüstung wanderten wir über den Berninapass dem Lago Bianco entlang in Richtung Pontresina. Beim Abstecher zum „Rest“ des Morteratsch-Gletschers waren die Schülerinnen und Schüler doch sehr erstaunt und erschreckt, dass der Eisstrom seit ihrer Geburt mehrere 100 m weggeschmolzen ist. Nach fast 25 km erreichten wir dann erschöpft aber glücklich die Jugendherberge in Pontresina.

Tags darauf stachen wir bei nach wie vor strahlendem Wetter ins Val Roseg auf. Der Weg führte uns entlang eines Baches und durch wunderbarer Arven- und Lärchenwälder. Während eines Rastes fütterten die Schülerinnen und Schüler einige zutrauliche Tannenmeisen. Weiter ging es durch die unberührte Talebene bis zum Lej da Vadret. Zum Schluss dieser Tagesetappe stiegen wir den steilen Weg zur direkt am Gletscher gelegenen SAC-Hütte Coaz auf. Nach einem feinen Nachtessen mit Dessert erzählte uns Hüttenwart Alois aus seiner 13-jährigen Hüttenerfahrung. Am nächsten Morgen konnten wir durch sein Fernrohr die Gämsen in der Umgebung beobachten, danach brachen wir bei wechselhaftem Wetter zu unserer letzten Etappe auf. Diese führte uns über die Fuorcla Surlej und anschliessend auf dem Panoramaweg nach Sils Maria. Die nächsten 5 km nach Maloja marschierten wir am Ufer des Silsersees entlang. Unsere letzte Nacht im Engadin verbrachten wir dann in der Stiftung Salecina in Maloja.

Die aus verschiedenen Klassen zusammengewürfelte Gruppe darf stolz auf die grandiose Leistung sein: in 4 Tagen 65 km, 2600 Meter rauf und 1800 runter.

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