Leserbeitrag
Zivilschutz baut Wanderweg in Auenstein

Wer bis vor kurzem das Waldgebiet beim Tuffgraben in Auenstein hochklettern wollte, brauchte vor allem festes Schuhwerk und Ausdauer: Der steile Hang und das dichte Unterholz waren nur mühsam zu durchqueren. In Zukunft wird alles leichter gehen: Vergangene Woche haben die Pioniere der Zivilschutzorganisation Schenkenbergertal einen Wanderweg vom Wasserkraftwerk Auenstein bis zur Tälimatt erstellt.

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Die Mannschaft des Fachbereichs Unterstützung hatte dabei mit allerlei Widrigkeiten zu kämpfen. Zuerst musste der zukünftige Pfad von dichtem Gestrüpp und Ästen befreit werden. In einem zweiten Schritt stellten die Pioniere aus kleineren Baumstämmen Treppenstufen und Absicherungspfähle her, um zu verhindern, dass der Weg den Hang hinunter rutscht. Zu guter Letzt wurden auf der gesamten Länge Holzschnitzel gestreut.

Eine Besonderheit entlang des 82 Treppenstufen steilen Wanderweges stellen die beiden Brücken über den kleinen Bach dar. Dieser fliesst ohne festes Bett den Hang hinunter und hinterlässt dabei Kalkablagerungen, die dem Gebiet den Namen Tuffgraben gaben. Während dreier Tage bauten und schraubten die Pioniere des Zivilschutzes aus grossen Mengen Akazienholz Pfeiler, Träger und einen Handlauf zusammen - das heimische Akazienholz hat dabei den Vorteil, dass es äussert zäh und damit sehr witterungsbeständig ist. Mit Hilfe dieser Konstruktion können Wanderer nun den gesamten Bereich des matschigen Erdreichs trockenen Fusses überqueren.

Nicht nur der Zivilschutzkommandant Peter Käser, sondern auch der Gemeindrat war mit der Leistung der „Orangen" sehr zufrieden. Dies bewies der Besuch von Vizeamman Hans Hochstrasser am Donnerstagabend auf der „Baustelle". Er konnte nicht nur den Männern zu ihrer Tat gratulieren, sondern zugleich auch eine neue Sitzbank am Fusse des Wanderweges einweihen, deren Innschrift auf das Werk des Pionierzuges aus dem Schenkenbergertal hinweist. (mdc)

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