Leserbeitrag
Zeitloch in der Kirche Oensingen oder: Als Luther sich in der Türe irrte

Brigitte Rudin
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Verkauf von Ablassbriefen

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Unter dem Motto „Das ist der Hammer!“ begann am Bettagmorgen das grosse Jubiläumsfest der Reformieren Kirchgemeinde Oensingen-Kestenholz mit einem unkonventionellen Szenen-Gottesdienst, an dem fast 70 Primarschülerinnen und –schüler aus Oensingen und Kestenholz, der Pauluschor und die Tanzgruppen des kreativen Kindertanzes Aarau mitwirkten. Die Gesamtleitung hatten auch dieses Jahr Pfarrerin Yvonne Gütiger, Sozialdiakon Urs Wieland und Katechetin Barbara Meier inne. Wie am reformierten Kirchenfest üblich, war die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt.

Gleich zwei Jubiläen gab es zu feiern: 500 Jahre Reformation und 80 Jahre Kirchenbau in Oensingen. Unerwarteten Besuch erhielten die Reformierten von einem gewissen Junker Jörg alias Martin Luther, der sich offenbar auf der Wartburg an der Tür geirrt hatte und durch ein Zeitloch inmitten der theaterspielenden Kinder gelandet war. Dass die Zeiten tatsächlich für eine Stunde durchlässig geworden waren, bestätigten auch die vier Bauarbeiter aus dem Jahr 1937, die behaupteten, sich gerade am Bau der Reformierten Kirche zu befinden.

Dass auch heute noch tatkräftig am Reich Gottes gebaut wird, zeigte sich an den fleissigen Kirchgemeinderäten, die im Gottesdienst durch Kirchgemeinderatspräsidentin Dora Nünlist für die nächste Amtsperiode vereidigt wurden, und an unzähligen Helferinnen und Helfern, die unter Organisator Ruedi Grossenbacher ihre Begabungen beim Auf- und Abbau, beim Backen von Kuchen, beim Zubereiten von Güggeli mit Pommes und Salaten, beim Essensverkauf, an der Getränke- und Kuchentheke und vielem mehr einbrachten.

So stand auch dieses Jahr das Kirchenfest der Reformierten bei strahlendem Sonnenschein unter dem Segen Gottes, und Gross und Klein waren sich einig: Das war der Hammer!

Pfarrerin Yvonne Gütiger

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