Leserbeitrag
Willkommen im Blauburgunderland – das Thema bei den Freiämter Weinfreunden

Otto Sprenger
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Bilder zum Leserbeitrag

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Der Einladung folgten am frühlingswarmen Freitagabend des 11. Aprils

76 Weinfreundinnen und Weinfreunde ins Restaurant Hotel Brasserie Terrasse nach Widen; noch besser bekannt unter der Ortsbezeichnung Heinrütirank.

Zur Geographie:

Es ist die Rede von der Region, die zwischen Rhein und Schwarzwald liegt. Sie bildet das nördlichste Weingebiet der Schweiz und ist auf dem gleichen Breitengrad zu finden wie das Gebiet um Beaune im französischen Burgund. An drei von vier Rebstöcken im Kanton Schaffhausen gedeihen Blauburgundertrauben. Deshalb sprechen die Weinproduzenten vom Blauburgunderland. Sie stecken ihre ganze Kraft, ihr Können und ihre Liebe in die Pflege und Verarbeitung dieser edlen Sorte, auch als Pinot Noir oder Spätburgunder bekannt. Die knapp 500 Hektaren Rebfläche verteilen sich auf vier Regionen. Die grösste Fläche gehört dem Klettgau mit den bekannteren Ortschaften wie Hallau, Wilchingen, Osterfingen. Schaffhausen/Reiat, Stein am Rhein (oberer Kantonsteil) und Buchberg/Rüdlingen (im südlichen Kantonsteil) heissen die drei anderen Gebiete. Eine erwähnenswerte Ausnahme bildet die Weinbaugemeinde Löhningen im Klettgau. Sie stellt einen weissen Fleck im Blauburgunderland dar. Von elf Hektaren Reben entfallen 7,2 Hektaren auf die Traubensorte Riesling x Silvaner.

Ein Terroir für Blauburgunder:

Diese Sorte liebt ein gemässigtes, eher kühles Klima; nicht regnerisch, aber auch nicht zu trocken soll es sein. Der nahe Schwarzwald, der Randen und der Reiat spenden Wind- und Regenschatten. Die jährliche Niederschlagsmenge bewegt sich zwischen idealen 800 bis 900 Millimeter. Die Blauburgunderrebe mag kalkreiche, nicht zu schwere, durchlässige und nährstoffreiche Böden. Auf solchen Grundlagen entstehen gehaltvolle, mineralische und fruchtige Weine. Die Bodenverhältnisse ähneln jenen des Burgunds und damit ist eine wichtige Voraussetzung für gute Resultate gegeben.

Beste Qualität mit grösster Identifikation:

Um 1990 folgte die große Wende. Die Erträge wurden tief gehalten; nicht mehr 1,5kg/m2 sondern nur noch 700 g/m2 wurden angestrebt. Auf eine seriöse Maischenkelterung wurde großen Wert gelegt. Einige Lagenweine erlaubten den Ausbau in Barriques, wobei der Umgang mit dem Holz ein nie abbrechender Lernprozess ist. Der Rebbaukommissär und die Winzer initiierten eine Marktoffensive: „Schenk dir einen Schaffhauser Wein“. Die Verantwortlichen schalteten ganzseitige Inserate in Tageszeitungen mit Angeboten zu Probieraktionen.

Nach ungefähr 10 Jahren grossen ehrenamtlichen Einsatzes für die Schaffhauser Weine machten sich erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Gefordert waren Strukturen und eine klare Positionierung. Als Folge gründeten die Weinbauern, die Kellermeister und die Händler im Schaffhauser Blauburgunderland die Dachorganisation: „Branchenverband Schaffhauser Wein“. Einer der sieben noch heute gültigen Leitsätze besagt: Gemeinsam stehen wir für das Gesamtbild „Schaffhauser Blauburgunderland“ ein und sorgen dafür, dass für unsere Gäste und Kunden aus vielen Einzelteilen ein Ganzes wird.

Der Referent aus Wilchingen:

Unser Präsident Markus Aellen freute sich, als Botschafter für das Blauburgunderland und als Degustationsleiter für den heutigen Abend

Daniel Petermann vorstellen zu dürfen. Herr Petermann ist Geschäftsleitungsmitglied bei Landi Schweiz AG und führt in dieser Funktion das Departement Logistik. Als Delegierter der Branchenorganisation „Schaffhauser Blauburgunderland“ ist er mit einer Top Auswahl von 11 Weinen zu uns nach Widen gekommen. Gekonnt und mit fundierten Aussagen punktete Daniel Petermann auch bei der Beschreibung der Weine. Mit seinem Charme gewann er rasch Zugang zum Publikum und erntete für seine Begeisterung für das Blauburgunderland grossen Beifall. Daniel Petermann war ein echter Botschafter für Land und Leute aus dem Kanton Schaffhausen. Markus Aellen dankte Daniel Petermann und seiner Partnerin Susanne mit warmen Worten, mit Blumen und einem Gutschein.

Und das Brasserie Terrasse-Team von Sandra Laeri:

Fein abgestimmte und hervorragend zubereitete Speisen aus der Terrasse-Küche begleiteten dieses Wine und Dine. Die charmante Crew im Service unter der Leitung von Latife Saglam bedienten die Anwesenden mit grosser Übersicht und mit kaum zu überbietender Pünktlichkeit. Blumen und ein Zustupf in die Personalkasse übergab unser Präsident der aufgestellten Chefin Sandra. Es folgten Dankesworte von Markus Aellen und ein grosser Applaus aus den Reihen der Freiämter WeinfreundInnen.

Viele zufriedene Gesichter wünschten einander eine gute Heimfahrt und ein Wiedersehen auf der Reise in die Champagne Mitte Juni unter der Leitung von unserem Ehren- und Vorstandsmitglied Peter Schürmann.

13. April 2014 / OESp.
www.weinfreunde-freiamt.ch

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