Leserbeitrag
Wie weiter? Kirchenpflege informierte über Finanzen und Gebäude

Reformierte Kirche Wettingen-Neuenhof
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Maja Padiyath, Roger Vogler und Jörg Laaser Präsident Roger Vogler begrüsst die neuen Kirchenpfleger Maja Padiyath und Jörg Laaser
Roger Vogler und Urs Quenzer Urs Quenzer verabschiedet sich nach jahrzehntelangem Engagement in der Kirchgemeinde
Stephan Wehrli, Roger Vogler und Ruth Lichtsteiner Roger Vogler verabschiedet die Kirchenpfleger Stephan Wehrli und Ruth Lichtsteiner

Am letzten Dienstag fand die «Budgetgmeind» der Reformierten Kirchgemeinde Wettingen-Neuenhof statt. Neben dem Budget und diversen Verabschiedungen zum Ende der Amtsperiode standen die zukünftige Entwicklung der Kirchgemeinde und ihrer Liegenschaften im Fokus.
Die Zukunftsaussichten sind im Blick auf Mitglieder und Finanzen nicht die besten, aber gerade deshalb braucht es eine vorausschauende Planung, denn «man könne jeden Franken nur einmal ausgeben». Dies war die Quintessenz der Präsentation,
mit der Pfarrer Lutz Fischer-Lamprecht als Präsident der kirchgemeindlichen Immobilienkommission die 70 anwesenden Kirchgemeindemitglieder über die Entwicklungen der letzten 10 Jahre informierte und einen Blick in die Zukunft wagte.
Zunächst analysierte er die Mitglieder- und die Finanzentwicklung und stellte fest, dass die Kirchgemeinde auch dann weiter schrumpfen würde, wenn es ab sofort keinen einzigen Kirchenaustritt mehr gäbe. Grund dafür ist die «Alterspyramide» der Kirchgemeinde, die keine Pyramide ist, sondern eher an eine Zwiebel erinnert. Dies werde dazu führen, so Fischer-Lamprecht, dass die Mitgliederzahl, wie auch
Steuereinnahmen weiterhin rückläufig blieben.
Bisher hatte die Kirchgemeinde auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen und der Finanzen v.a. mit Abbau von Stelleprozenten reagiert. Da die zahlreichen Gebäude
der Kirchgemeinde im Unterhalt aber recht kostenintensiv sind und deren Kapazitäten bei weitem nicht ausgenutzt werden, wird der Immobilienbereich sorgfältig analysiert, wofür die Kirchgemeindeversammlung im Herbst 2017 bereits
einen Kredit gesprochen hatte. Die zu diesem Zweck von der Kirchenpflege eingesetzte Fachgruppe ist seit Anfang 2018 fleissig an der Arbeit, hat aber bei dieser komplexen Aufgabe noch einige Knacknüsse vor sich. Fischer-Lamprecht
forderte die Kirchgemeindemitglieder auf, sich Gedanken zu machen, wie Finanzen und Gebäudenutzung unter einen Hut zu bringen seine und Vorschläge zum Thema schriftlich bei ihm einzureichen.
Die Versammlung nahm das von Kirchenpfleger Peter Müri präsentierte Budget 2019 an und Roger Vogler, Präsident der Kirchenpflege, verabschiedete die abtretenden
Kirchenpflegemitglieder und den Synodalen Urs Quenzer. Er lies es sich auch nicht nehmen, die Mitglieder der Kirchenpflege, welche ihr Amt zu bBeginn der neuen Amtsperiode antreten, zu begrüssen. Danach wurde Roger Vogler ebenfalls verabschiedet. Vizepräsidentin Iris Baroncelli lobte u.a. seine gute Verhandlungsführung bei den 16 Kirchgemeindeversammlungen, die der scheidende Präsident in den letzten acht Jahren geleitet hatte.

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