Leserbeitrag
„Wer der Erste sein will, der soll der Diener Aller sein“

Freiämter Rotarier feiern den 40.Geburtstag ihres Serviceclubs

Marcel Siegrist
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Mit einer gediegenen Feier begingen die Aktiven des Rotaryclubs Freiamt am Tag ihres Geburtstages - 12. Juni - den 40. Jahrestag ihrer Clubgründung. In der Klosterkirche von Muri knüpfte Abt Benno Malfèr eine Brücke „von Club zu Club": „Wir beide, Benediktiner wie Rotarier, dienen den Mitmenschen, der Gesellschaft, und stärken uns dabei gegenseitig".
„Vertrauen, Respekt und Toleranz stehen für die Freundschaft im Rotaryclub Freiamt", so begrüsste der aktuelle Präsident des jubilierenden RC, Crispino Bergamaschi, in der Klosterkirche. Abt Benno Malfèr schloss sich gedanklich an. Die Nachfolger des Ordensgründers Benedikt von Nursia, der eine Schule fürs Dienen gründete, seien genauso der Ausstrahlung eines geistigen Ideengutes verpflichtet. Auch der Orden kenne die wöchentlich rotierenden Dienste (bei Rotary wechseln die Chargen jährlich Ende Juni), und nur wer fähig sei für niedrigste Dienstleistungen an den Mitbrüdern werde in die klösterliche Gemeinschaft aufgenommen. „Im Dienst am Mitmenschen machen wir alle dieselbe positive Erfahrung: Wenn wir dem Nächsten wirklich dienen, erfahren wir selber Befriedigung und Freude", hielt der hohe Kirchendiener fest. Ganz im Sinne von Rotary sein freudiger Wunsch an die Festgemeinde: „Ich wünsche Ihnen ein Leben im Dienen. Werden Sie daraus reich".
Die Feierstunde in der Klosterkirche wurde musikalisch grossartig begleitet von Johann Strobl auf der Orgel und vom Jugendorchester Freiamt - ein seit Gründung vom RC Freiamt aktiv begleitetes nachhaltiges Jugendprojekt - unter der Leitung von Moritz Baltzer.

40 Jahre des Dienens gefeiert
Dem Festakt schloss sich ein von der Pflegi-Küche hervorragend ausgerichteter Apéro Riche im Garten der herrlichen Anlage an, wobei die „Minimum Training Jazzband" ihrem Namen im erfreulichsten Sinne keinerlei Ehre machte. Und man dislozierte in den Festsaal, wo die Crew des Ochsen Muri - Clublokal des RC Freiamt; Lunch jeden Freitag über Mittag - das reiche Bankett ausrichtete. Hier war Zeit für viele Grussadressen. Hier hielt Rot Richard Widmer einen feinsinnigen Rückblick auf die verbrachten 40 Jahre. Er wies insbesondere auf die zahlreichen guten Taten hin, die der RC Freiamt getätigt hat, darunter Aktivitäten für eine Bergbauernfamilie im Maderanertal, für die Hospiz-Vereinigung zur Begleitung Schwerstkranker, aber auch für eine Wasserversorgung in einem Dorf in Mexiko, dazu der regelmässige Gastaustausch von Studenten aus aller Herren Länder, und - aktuell - der Rotarypreis für ausserordentliche Leistungen in der Maturaarbeit von Schülern der Kantonsschule Wohlen. Zu Gast war eine starke Delegation des Freundschaftsclubs RC Eberbach am Neckar (D).
Zudem philosophierte der einheimische Barde Philipp Galizia gewitzt über Zeit, Alter, Zahnrad - das Abzeichen der Rotarier - und Rotationen. Rot Hans Rechsteiner

Rotary ist eine weltanschaulich ungebundene überparteiliche Organisation von Berufsleuten mit dem Ziel, humanitäre Dienste zu erfüllen, ethische Standards auch im Berufsleben hochzuhalten und Frieden und Verständnis in der Welt zu fördern. Derzeit zählt die Rotarybewegung weltweit 33‘000 Clubs in 200 Ländern und 1,2 Millionen Mitglieder. In der Schweiz gibt es 209 Clubs in drei Distrikten. Rotary ist weltweit bekannt für sein Engagement gegen Polio und dem Kampf gegen Personenminen sowie den internationalen Jugendaustausch. Rotary unterstützt soziale und humanitäre Projekte im In- und Ausland. Rotarier treffen sich einmal die Woche zu Lunches, an denen sie Vorträge zu allen Themen des Lebens geniessen und die Freundschaft pflegen.

Foto: Rot Crispino Bergamaschi (Präsident des jubilierenden Rotaryclubs Freiamt), eingerahmt von Rot Klaus Diegritz vom befreundeten RC Eberbach (links) und Distriktgovernor Ajay Bhatnagar. Foto: Hans Rechsteiner

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