Leserbeitrag
«Wenn der Efeu blüht»–Ausstellung von Stefan Lanz

Barbara Danz
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Der sogenannte Garten der Kunst von Stefan Lanz in Attiswil entwickelt sich stetig weiter. Neu schmückt eine Zedernholzskulptur mit dem Namen «Solidarität» die Anlage. Der Künstler hat diese während rund 200 Stunden erschaffen und lädt nun im Oktober an vier Daten zur Ausstellung ein.

Stefan Lanz, gelernter und aktiver Lehrer, Familienmensch und seit vielen Jahren kreativ Schaffender, hat sich eine Auszeit genommen. Mit dem unbezahlten Urlaub ermöglicht er sich während rund sechs Monaten, seinen Traum als «Profi-Künstler» zu leben. Bereits seit über 20 Jahren beschäftigt sich der Bildhauer und Künstler in seiner Freizeit mit Holz, Stein, Gips, Ton und Bronze und schöpft aus diesen Materialien verschiedenartige Kunstwerke. «Die nötigen Techniken habe ich autodidaktisch, durch Nachfragen bei Fachleuten und in Kursen im Laufe der Zeit erworben und verfeinert», erzählt Stefan Lanz. So besucht er beispielsweise seit vier Jahren immer wieder unterschiedliche Kurse an der Bildhauerschule «Scuola di Scultura» in Peccia im Kanton Tessin. 17 Module wird er insgesamt absolvieren, in den Genuss von vieren ist er bereits gekommen.

Aus Zedernholz reift «Solidarität»

Seine neuste Kreation trägt den Namen «Solidarität», eine Zedernholzskulptur mit einem Stammdurchmesser von fast zwei Metern. Die Installation entstand in rund 200 Arbeitsstunden. Der Holzstamm ist im Tessin gewachsen, das Zedernholz eignet sich für Stefan Lanz besonders, weil dieses Holz gut zusammenhält, witterungsbeständig und nicht zu hart ist. Nach der Anlieferung des Holzstammes durch einen Lieferanten aus Bellinzona im Herbst 2015, war Stefan Lanz vorerst mit dem Aushöhlen des Stamms beschäftigt. Im Frühling und Sommer steckte er weiter intensiv Zeit in die Weiterentwicklung des grossen Kunstwerks und nun im Oktober ist es fertig geworden.

Von der ursprünglichen Idee, ein abstraktes Gebilde zu schaffen, ist der kreativ tätige Attiswiler weggekommen. Er entschied sich, durch neun Personen, die auf dem Bild nun involviert sind, eine Geschichte zu erzählen. Für die Erschaffung der Holzfiguren fertigte er zuerst Tonfiguren an, die schlussendlich als Vorlage dienten. In seiner Interpretation der Skulptur fallen Ausdrücke wie Universum, zerbrechliche Welt, bedrohte Personengruppen, Zusammenhalt, Gefahren, Rettung, Situationen des Lebens meistern und schimpfende Einzelperson ausserhalb des Gefüges. «Solidarität» soll viel Spielraum bieten für die Fantasie des Betrachters.

Ausstellung vom 20. – 30. Oktober

«Wenn der Efeu blüht», ruft der Garten der Kunst. Soll heissen: Stefan Lanz und seine Frau, Elisabeth, laden zur Ausstellung ein. Gerne stellen die beiden im Garten ihres Eigenheims an der Oltenstrasse 16 in Attiswil das neue Hauptwerk «Solidarität» und andere Kreationen wie etwa Strukturbilder des Künstlers vor und bieten dazu Kürbissuppe, Spezialbiere sowie Lisebeths Lieblingstee an. 2008 fand die erste solche öffentliche Kunstausstellung im Garten der Familie Lanz statt, seither hat sich einiges weiterentwickelt. So gibt es neue Skulpturen, ein Atelier, ein Feucht- und Trockenbiotop, ein Hochbeet, ein Tabouretli-Märit aber auch die Grossbaustelle Bipper Lisi zu begutachten.

Die Ausstellung ist folgendermassen geöffnet:

Donnerstags, 20. und 27. Oktober, jeweils 15 – 21 Uhr sowie sonntags, 23. und 30. Oktober, jeweils 14 – 17 Uhr. Weitere Termine sind für Gruppen nach Anmeldung möglich. Stefan und Elisabeth Lanz freuen sich, Gartenfreunde, Kunstliebhaber und Interessierte zu begrüssen. Unter www.gartenderkunst.ch gibt’s zusätzliche Infos zu finden.

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