Leserbeitrag
Wanderung durch die Aareschlucht

Karl Windisch
Merken
Drucken
Teilen

WANDERUNG DURCH DIE AARESCHLUCHT

der Senioren-Wandergruppe Erlinsbach AG. 27.8.2014

Oh Schreck, muss das sein! dachte ich beim Erwachen. Es goss in Strömen. Erinnerungen an die letztjährige Reise der Senioren-Wandergruppe Erlinsbach AG wurden wach. Nicht schon wieder! Petrus hatte aber ein Einsehen.

So versammelten sich auf dem Bahnhof Aarau 26 gutgelaunte Männer. Erwartungsvoll bestiegen wir den Zug nach Olten. Dort stiegen wir um und fuhren nach Luzern. Ein erster Höhepunkt war die Gruppe von etwa 20 Störchen auf einer abgemähten Wiese bei Reiden. Ein seltener Anblick.

Von Luzern ging die Reise weiter mit der Brünigbahn. Bei Alpnach gab es eine rege Unterhaltung unter der Rubrik „Weisch no?“. Erlebnisse von früheren Turnfahrten und aus dem Militärdienst wurden zum besten gegeben und trugen zu einer tollen Stimmung bei. In Meiringen angekommen begaben wir uns ins Restaurant „Bahnhöfli“ und genossen den Kaffee und die frischen Gipfeli.

Gestärkt gings per Bahn zum Ost-Eingang der Aareschlucht. Von dort spazierten wir zwischen schroffen Felswänden und mit dem Tosen der jungen Aare in den Ohren hinunter zum Restaurant „Aareschlucht“. Auf diesem Abschnitt wurden wir das einzige Mal nass. Es tropfte nämlich heftig von den Felsen. Bei einem guten Mittagessen, zum Teil grossen Desserts, Kaffee und angeregten Gesprächen verweilten wir die nächsten 2 1/2 Stunden. Danach war es Zeit nach Meiringen aufzubrechen, um den Zug nach Brienz nicht zu verpassen.

Das 100-jährige Dampfschiff „Lötschberg“ musste auf uns warten, weil eine geschlossene Barriere unserer Pünktlichkeit im Wege stand. Kaum waren wir an Bord, legte der Kahn ab und wir genossen eine gemütliche Fahrt auf dem Brienzersee. Von Interlaken bis Olten hatten wir Zeit, das Mittagsschläfchen nachzuholen und uns über die vielen Ignoranten zu ärgern, welche sich ohne mit der Wimper zu zucken in einem für Gruppen reservierten Wagen breit machten.

Ab Olten war es dann vorbei mit der Gemütlichkeit. Wir waren mitten im Feierabendverkehr und mussten den Rest der Reise stehend verbringen. Aber das tat dem von Bruno und Fritz vortrefflich organisierten Ausflug keinen Abbruch. Alles hatte geklappt.

Es war einfach schön! kw