Leserbeitrag
Wallfahrt zu mehreren Heiligen

Marianne Baldinger-Lang
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undefined Hl. Gemma Galgani
undefined Heilige Veronica Giuliani
undefined Das Grab vom Hl. Thomas
undefined Der Hl. Pater Pio

21 Freunde der Pater Pio Gebetsgruppen haben sich mit Pater Rolf Schönenberger auf die Wallfahrt zum heiligen Pater Pio nach San Giovanni Rotondo begeben.

Die Fahrt führte die Pilger vom Reisezentrum Eurobus in Windisch in Richtung Innerschweiz und durch den Gottharttunnel ins Tessin. Bei der Raststätte Ambri Piotta wurde der erste Kaffeehalt gemacht. Die Pilger durften Kaffee und Kuchen, sowie „Chräbeli“, die von der Senior-Chefin Olga Knecht selber gebacken worden waren, geniessen. Bei strahlend schönem Wetter ging die Reise weiter nach Mailand, Parma und La Spezia nach Lucca. In Lucca feierte die Pilgergruppe in der Chiessa di San Pietro Somaldi die Hl. Messe mit Pater Rolf. Darauf besuchte man die Kirche Monastero Santuario S. Gemma, wo die Wallfahrer die heilige Gemma Galgani im Schrein besichtigen konnten. Gemma Galgani wurde im Jahre 1878 als fünftes von acht Kindern des Dr. Enrico Galgani und Aurelia Landi im kleinen Ort Camigliani in der Toskana geboren. Dann zog die Familie nach Lucca, wo sie aufwuchs. Am 8. Juni 1899 am Vorabend des Herz-Jesu-Festes, wurde sie vor dem Kreuz stigmatisiert. Sie empfing die Wundmale Christi an den Händen, Füssen und am Herz. Ihr Wunsch war es, in die Ordensgemeinschaft in Lucca aufgenommen zu werden, was ihr aber verwehrt blieb. Bei der Familie Giannini fand sie im Jahre 1900 eine Bleibe. Am 11.4.1903 starb Gemma an einem Karsamstag. Sie wurde vom Papst Pius XII. am 2.5.1940 heiliggesprochen. Anschliessend erfolgte die Weiterfahrt an Florenz und Aezzo vorbei nach Citta die Castello, wo die Pilgergruppe im Parkhotel Geala übernachtete.

Weiter nach Süden

Am folgenden Morgen gingen die Pilger zu Fuss ins Kapuzinerinnenkloster. Hier lebte die heilige Veronika Guliani, geboren am 27.12.1660 und gestorben am 9.7.1727. In der Klosterkirche befindet sich der Schrein von der Veronika Guliani. Sie war in diesem Kloster Äbtissin und erhielt die Wundmale Christi am Karfreitag 1694.

Nun ging die Reise weiter nach Süden und im Verlaufe des Nachmittags erreichte man Ortona. In der Unterkirche des Doms von Ortona befindet sich der Reliquienaltar des heiligen Thomas. Er ist einer der zwölf Apostel beziehungsweise Jünger, die Jesus drei Jahre lang als Freunde und Schüler begleitet haben. Gegen Abend erreichte die Pilgergruppe San Giovanni Rotondo und bezog für vier Nächte im Hotel Villa Bianca ihre Zimmer.

Am Reiseziel angekommen

Am folgenden Morgen wurde zuerst die heilige Messe im alten Kirchlein S. Maria delle Grazie gefeiert. In dieser Kirche beim Chorkreuz erhielt der heilige Pater Pio die sichtbaren Wundmale Christi am 20.9.1918, also vor genau 100 Jahren. Nun stiess die Pater Pio Kennerin Sibylle Wagensommer zur Gruppe und führte die Pilger durch das Kapuzinerkloster, wo der Heilige gelebt und gewirkt hat. Auch den Sakralbau, der 2004 eingeweiht worden war, die Chiesa di San Pio da Petrelcina, wurde von Sibylle Wagensommer kompetent erklärt. In der Krypta dieser Kirche befindet sich der Leichnam von Pater Pio. Er starb am 23.9.1968 im Kloster in San Giovanni Rotondo.

Beim Nachmittagsprogramm besuchte man die Casa Sollievo della Soferenza (Haus der Linderung des Leidens). Am 5.5.1956 wurde das Spital Haus der Linderung des Leidens von Pater Pio eingeweiht und eröffnet. Das Spital, der Sinn dieses Hauses des Gebets und der Wissenschaft, ist die Linderung des Leidens. Das Spital gehört zu den modernsten in Italien. Jeder wird aufgenommen, auch wenn er mittellos ist.

Einzigartiges Schleierbild

Tags darauf kam die Pilgergruppe nach Monte Sant Angelo im Gargano. Hier besuchte man das Heiligtum des Erzengels Michael. 89 Stufen führen hinunter in die Grotte „Himmlische Basilika“, die im Jahre 493 von Erzengel Michael selbst eingeweiht wurde.

Bei der Abreise von San Giovanni Rotondo zog man zum letzten Gruss das weisse Taschentuch, wie es Pater Pio jeden Abend am Fenster tat und so den Gläubigen zuwinkte. In Manoppello einer Kleinstadt in der Provinz Pescara in den Abruzzen, hielt die Pilgergruppe mit Pater Rolf in der Wallfahrtskirche die heilige Messe. Seit vier Jahrhunderten ist dort das Heiligtum „Volto Santo“ zu finden. Das Heilige Antlitz ist ein 17 cm breiter und 24 cm hoher Schleier aus echter Muschelseide „Byssus“ genannt. Dieses einzigartige Schleierbild zeigt das Gesicht Jesus Christus im Augenblick seiner Auferstehung von dem Tode.

Letzter Zwischenhalt

Nun ging die Reise weiter nach Loreto, wo im Hotel San Gabriele die letzte Nacht verbracht wurde. Das Hotel liegt nur fünf Gehminuten von der Basilika Santa Casa entfernt. Die Basilika beinhaltet das Heilige Haus von Nazareth, wo Jesus mit seinen Eltern Maria und Josef aufgewachsen ist. Und der Legende nach von Engeln im Flug nach Loreto gebracht worden war, um es von der mohammedanischen Invasion Palästinas im Jahre 1294 zu retten. Danach folgte die wunderbare Rückreise via Bolognia, Parma und Mailand zurück in die Schweiz.

Lengnau, 20. Juli 2018

Laienleiterin der Pater Pio Gebetsgruppe „Don Bosco“

Marianne Baldinger-Lang

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