Leserbeitrag
Wallfaart nach Todtmoos zu "unserer lieben Frau"

Marianne Baldinger-Lang
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Wallfahrt Totmoos 011.JPG

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Der Lourdespilgerverein Baden und Umgebung pilgerte zur Gnadenstätte im Schwarzwald.

Die Pilgerschar wurde mit zwei Cars, begleitet von Präses Pfarrer Stefan Essig und der Präsidentin Lisabeth Suter, an diesen Gnadenort geführt. Die Reise ging über Leuggern oder Bad Zurzach entlang dem schönen Rhein bis Rheinfelden. Die Schweiz Richtung Todtmoos verlassend, konnten die Pilger die Gegend geniessen. Der Schwarzwald mit den tiefgrünen Tannenwäldern und den sanften Hügeln und die blumengeschmückten Schwarzwaldhäuser konnten bewundert werden. Während der Fahrt wurde der Rosenkranz gebetet in allen Anliegen: Dank, Freude, Liebe, Sorgen und Bitten.

Zur Legende von Todtmoos und der Gnadenstätte zu "unserer lieben Frau" hörten die Pilger: Einen "grausamen pestilenzianischen Sumpf" soll es an dieser Stätte gegeben haben, dass sogar die Vögel in der Luft vom Dampf hinuntergezogen wurden und erstickten. So entstand der Name Todt-Moos. Da ist die Gottesmutter Maria im Jahre 1255 dem Priester Dietrich von Rickenbach erschienen. Er solle die mit einem Kreuz bezeichnete Tanne fällen und dort eine Kapelle bauen, und der Fluch würde von dieser Gegend genommen. Noch heute ist der Raum unter der obersten Altarstufe der rechten Seitenkapelle mit der darunterliegenden früheren Kirche verbunden, wo der Standort der Tanne war, und der als ein Platz besonderer Kraft und Wirkung von den Besuchern aufgesucht wird.

Durch eine Umleitung hatte der eine Car eine halbe Stunde Verspätung, was nur zu einem schnellen Kaffeehalt in Todtmoos führte. Doch um 10.45 Uhr konnten alle Pilger an der Eucharistiefeier teilnehmen, zelebriert von Pfarrer Stefan Essig in der Pfarr- und Wallfahrtskirche "Maria Himmelfahrt" Todtmoos. Aus dem Heiligen Evangelium, nach Mt. 5, 1-12, hörten die Gläubigen: "In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen, die ihm folgten, sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie." Und aus der Predigt kamen die Worte: "Was Jesus da sagte, ist keine Vertröstung, Jesus spielt keine Zukunftsmusik, sondern meint unser Gemeindeleben hier und heute, und er will in schweren Tagen trösten." Zum Schluss der heiligen Messe sangen die Pilger einige Strophen des Ave Maria von Todtmoos: "O Königin, Mutter im schönen Todtmoos, kein Pilger wird scheiden von dir je hilflos."

Anschliessend begab man sich ins Raststüble zum Mittagessen. Bei feinen Spätzle, Plätzli an Rahmsauce und Schwarzwäldertorte konnte auch das leibliche Wohl gestärkt werden. Man hatte noch Zeit zum "Lädele" oder zur Besichtigung der Wallfahrtskirche mit dem Gnadenbild "Maria von Todtmoos lässt niemand hilflos". Um 15.30 Uhr versammelten sich die Pilger und fuhren über St. Blasien, Häusern nach Waldshut. In der lieben Heimat zurück, ging die Reise weiter nach Leuggern. An der schönen Lourdesgrotte von Leuggern hielten die Wallfahrer noch eine Andacht. Pfarrer Stefan Essig las das Heilige Evangelium nach Lukas 1, 39-56: "In jener Zeit machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa." In seiner Predigt ging er auf das diesjährige Thema von Lourdes ein: "Mit Bernadette den Rosenkranz beten." Es ist ein Gebet, das man alleine oder mit anderen beten kann. Den Rosenkranz im Licht von Bernadette beten. Das Licht, das die Gottesmutter während der Erscheinung umgab. Es ist das Licht, das Gott schenkt, damit man auch den Weg mit Jesus geht. Darauf wurde noch ein Gesetz des Rosenkranzes gebetet, und Pfarrer Essig segnete die gekauften Kerzen, Rosenkränze und andere Andachtsgegenstände von Todtmoos. Nun kehrten alle Pilger gestärkt an Leib und Seele an die Einstiegsorte zurück. Dem Vorstand ist ein gebührender Dank für das Organisieren dieser wünderschönen Wallfahrt auszusprechen.

Lengnau, 11. September 2012 / Marianne Baldinger-Lang, Mitglied des Lourdespilgervereins Baden und Umgebung

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