Leserbeitrag
Waldgang der Bürgergemeinde Trimbach

Georg Nussbaumer
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Bei prächtigem Wetter besuchten rund 100 Personen den von der Bürgergemeinde Trimbach durchgeführten traditionellen Waldgang. Eröffnet wurde der Waldgang durch Dominik Lussmann, Förster HF, welcher das Biodiversitätsprojekt „Lichter Föhrenwald“ im Gebiet Sonnenweidrain unterhalb der Froburg vorstellte. Im vergangen Winter wurden im Rahmen eines Holzschlages bewusst praktisch alle Buchen und Bergahornen entfernt um einen Wald zu fördern, welcher aus Föhren, die auf einem grasigen Untergrund mit Blaugras, Weisser Segge, Alpendost und Bingelkraut stehen, zu erhalten. Solche Wälder bieten einen idealen Lebensraum für Orchideen wie zum Beispiel das weisse Waldvögelein. Weiter beherbergen derart magere Wiesenstandorte verschiedene Schmetterlinge, Eidechsen, Grillen und viele andere Kleinlebewesen.

Am zweiten Posten stellte Betriebsleiter Georg Nussbaumer den seit dem 01. Januar bestehenden Zweckverband Forstbetrieb unter Hauenstein vor. Der Betrieb hat eine hoheitliche Fläche von über 2300 ha, wovon rund 1800 ha im Besitz der Mitglieder des Zweckverbandes sind. Es sind dies die Bürgergemeinden Hauenstein-Ifenthal, Trimbach, Lostorf, Olten, Winznau, Wisen sowie der Staatswald Niederamt. Im Jahr werden in diesem Gebiet rund 13‘000 m3 Holz genutzt. Dies entspricht auch der Menge, welche jährlich wieder nachwächst. Der Forstbetrieb erfüllt seine Aufgaben mit einem Team von derzeit fünf festangestellten Personen sowie jeweils zwei bis drei Lehrlingen. Zusätzlich sind praktisch das ganze Jahr diverse regionale Forstunternehmungen für den ZV im Einsatz.

Am letzten Posten wurde der Strassenunterhalt demonstriert. Der ZV unterhält rund 95 km (!) Waldstrassen. Um diese Mammutaufgabe kostengünstig bewerkstelligen zu können, werden modernste mobile Maschinen eingesetzt, die felsiges Material, welches vor Ort anfällt oder aus Aushüben stammt, verarbeiten und daraus total sanierte Strassen herstellen. Georg Nussbaumer erklärte, dass der Zweckverband zusammen mit den Bürgergemeinden das Wegenetz mit einem Aufwand von rund Fr. 200‘000.- jährlich auf einem Niveau unterhält, welches weit über die für die reine Bewirtschaftung notwendigen Ansprüche hinausgeht. So können die Wege problemlos auch von Erholungssuchenden genutzt werden. Die anschliessende Demonstration beindruckte die anwesenden Besucher nachhaltig.

Bei der Schonenflüelihütte begrüsste zum Schluss Bürgerpräsident Martin Staub die Besucher und Gäste. Bei Wurst, Brot, Wein und Bier fand der Waldgang seien würdigen Abschluss.