Leserbeitrag
Vortragsreihe zur Innovationsförderung im Kanton Aargau

Walter Hornbogen
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Gut qualifizierte Referenten trafen sich Mitte Mai 2018 im Highthech Zentrum Aargau. Das Gesprächsthema stellte die Verwendung der Nanotechnologie im Gesundheitsbereich dar. Es entstanden große Diskussionen. Dennoch waren sie sich einig, dass in der Nutzung dieser Technologie eine große Hoffnung liegt. Die Bedingung dafür sei, dass Technologie und Forschung an einem Strang ziehen.
Neue Möglichkeiten zur Therapie
Doch damit nicht genug. Auch Medikamente selbst werden unter anderem mit Nanotechnologien hergestellt. Es ist nun schon möglich, die lebenden Zellen von Patienten in 3D Perspektive zu betrachten. Dazu dient ein Gerät von Startups - Nanolive SA. Dies hat einen großen Vorteil für den entsprechenden Krankheitsverlauf. Denn daraus lassen sich neue Therapiemöglichkeiten ableiten. In Folge dessen können Maßnahmen zur Behandlung nicht nur gut auf den jeweiligen Patienten angepasst werden, sondern auch deutlich zügiger. Was vor nicht allzu langer Zeit kaum vorstellbar war, ist heute Realität.

So soll das Einsetzen der Nanotechnologie funktionieren
ein entscheidender Faktor für die Umsetzung ist das nötige Fachwissen über die menschliche Biologie auf Zellebene. Dies besagten Prof. Barbara Rothen der Universität Freiburg, sowie Falko Schlottig. Nanoartikel dienen heute bereits zur Diagnostik. Ein Beispiel dafür sind Zahnimplantate. Der Patient kaut einen Kaugummi. Liegt eine Entzündung in dessen Mundraum vor, setzt dieser bittere Stoffe frei. Auf diese Weise wird dem Patienten bewusst, dass er den Zahnarzt besuchen sollte. Die Gefahr von Knochenabbau und anderen Risiken wird hierdurch vermindert.
Der Patient muss schnell Zugang zu neuen Wirkstoffen haben. Dies wiederum setzt eine auf Erfolg basierte Herstellung der Medikamente in der Industrie voraus. Die hierfür notwendigen Bedingungen gaben Dr. Stelyan Tinkow sowie Prof. Stefan Mühlebach bekannt. Es lässt sich leider nicht vorhersehen, wann Medikamente mit Nanotechnologie sowie Nano Generika in Apotheken vorzufinden sind. Denn die Marktzulassung ist von großer Wichtigkeit. Identische Nanopartikel lassen sich vor allem in Großproduktionen schwer herstellen.

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