Leserbeitrag
Vor 25 Jahren stellte die Bürstenfabrik Walther AG einen grossen Teil ihrer Produktion ei

Christian Heilmann
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Frau Huwiler-Leu

Am 13.1.1988 erfuhr auch die Öffentlichkeit aus dem Tagblatt, dass 70-75 Arbeitsplätze bis Ende April definitiv nach Ebnat Kappel abwandern würden. Bereits seit Dezember 87 waren die Pläne in der Zeitung ausführlich behandelt worden.

Immerhin blieben 40 Arbeitsplätze die nach einer Übergangszeit von der Walther-Schär AG in die WASAG übergingen. Diese Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen produzierten Industriebürsten.

Dank dem grossen Einsatz der Gründer der Genossenschaft ‚Alte Bürsti‘ kann dieses Ereignisses überhaupt noch in den alten Gebäuden gedacht werden, die sonst sicher schon einer weitern unpersönlichen Überbauung gewichen wären.

Am letzten Donnerstag trafen sich 23 ehemalige Mitarbeiter der Bürstenfabrik Walther AG – darunter drei, die heute in der WASAG arbeiten – zu einem Ehemaligen Treffen.

Eingeladen hatte das Team des Industriemuseums, in dem zwei Ehemalige mitarbeiten. Frau Ruth Huwiler-Leu hatte die Organisation übernommen und 60 Adressen beschafft. Mehr als die Hälfte der Angeschriebenen meldete sich auf diese Briefe.

Wer Lust hatte, sah sich das Museum an oder nahm an einer Führung durch die Wechselausstellung ‚Energie in Oberentfelden‘ teil, die noch bis Ende Oktober läuft. Der Rest stellte sich in kleinen Gruppen zusammen und sprach lebhaft über alte Zeiten.

Einige Anwesende hatten auch noch Geschenke aus dem ehemaligen Bürsti-Bestand mitgebracht. Darunter waren auch zwei Stempeluhren, die noch von Hand von den Vorgesetzten aufgezogen werden mussten.

In der letzten Woche hat das Museum von der WASAG eine Bohr- und Stopfmaschine erhalten. Ein gewichtiges Geschenk, aber die einzige Maschine aus der Produktion, die das Museum bisher besitzt.

Das Treffen stiess auf so grosses Interesse, dass es im nächsten Jahr wiederholt werden soll.

Herr Werren übergibt dem Museum eine alte Stempeluhr

Anschliessend wechselten die Ehemaligen zum grössten Teil in den ‚Engel‘, wo man beim Nachtessen weiter in Erinnerungen schwelgen konnte.

Industriemuseum/Christian Heilmann