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Von der Route 66 zum Broadway

Seline Keller
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Im Pfadilager ist auch wandern angesagt.JPG
In der ersten Nacht durften die Rocker in einem Heustall übernachten..JPG
Spiel und Spass vor dem Lagerhaus Flamberghuis auf dem Stoos..JPG

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Lengnau – Die Pfadi Big Horn verbrachte zehn abenteuerliche Tage im Sommerlager.

Es war ein ungewöhnlicher Anblick für einen Donnerstagmorgen in Baden: 27 junge Rocker versammelten sich am Bahnhof, um sich gemeinsam ins Abenteuer „Route 66“ zu stürzen. Die erste (Wander-)Etappe führte an diesem regnerischen Tag von Luzern nach Küssnacht (LU), wo sich schliesslich 20 erschöpfte Pfadfinder und 7 Leiter in einer Scheune niederlassen durften. Doch für lange Pausen war keine Zeit. Bereits am Freitagmorgen ging die Reise weiter nach Weggis, von wo aus die Truppe mit dem Schiff bis nach Brunnen transportiert wurde. Auf dem Vierwaldstättersee spritzte das Wasser von oben und von unten, doch die Stimmung war alles andere als betrübt. Am Samstag nahmen die harten Rocker die eigentliche Schlussetappe mit Ziel Los Angeles in Angriff. Doch es kam, wie es kommen musste und die Truppe kam von der Route ab. So trafen sie in Schwyz auf die fünf Pfadi-Wölfe mit ihren zwei Leiter, die auf dem Weg nach New York zum Broadway waren.

Da am Broadway gestreikt wurde, suchten grosse Regisseure nach neuen, grossen Schauspielern. Deshalb entschlossen sich die Rocker, sich gemeinsam mit den Wölfen der Schauspielerei zu widmen und zogen ins Lagerhaus „Flamberghuis“ auf dem Stoos ein.

Bald schon stellte sich heraus, dass einige unter den Teilnehmern Geheimtalente sein mussten, denn die vorgeführten Theatersequenzen erhielten nicht selten Spitzenbewertungen aus den Zuschauerrängen. Die Chance auf einen Oscar rückte immer weiter in Griffnähe. Die Schauspieler mussten sich aber nicht nur in ihren Rollen beweisen, sondern auch für den Erhalt ihres Theaters kämpfen und Saboteure überwältigen, die den neuen Stars den Ruhm nicht gönnen wollten.

Eine ganze Woche lang war das harte Schauspielerleben Zentrum des Sommerlagers 2014 der Pfadi Big Horn. Das Lager wurde von Jugend und Sport, dem Suchtpräventionsprogramm Rüeblichrut, sowie von verschiedenen Sponsoren und Eltern unterstützt. Die Teilnehmer sowie auch die Leiter waren abends müde und erschöpft, aber auch überglücklich, an diesem schönen Plätzchen im Lager sein zu dürfen. Und als dann ab Mitte Woche die Sonne auf die Gipfel des Mythen zum Morgen grüsste, stand der Bombenstimmung nichts mehr im Wege.

Für ihre überdurchschnittlich guten Leistungen blieben die Teilnehmer am Ende des Lagers nicht unbelohnt: Jeder gewann einen echten, goldenen Oscar! Die wunderbaren Erinnerungen an das SoLa 2014 sind mit diesem Preis gesichert, aber auch der Lagersong lässt die Pfadfinderinnen und Pfadfinder bestimmt noch lange von den tollen Erlebnissen träumen.

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