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Vielfältige Freiwilligenarbeit von Kolping Baden im Unteren Nesseltal

Fabienne Schmid
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Seit 2006 organisiert Kolping Baden jedes Jahr einen Arbeitseinsatz für das Berggebiet. Nach dem letztjährigen Einsatz beim Innenausbau einer Alphütte für die Alpkorporation Wangs im Pizolgebiet schlug die Koordinationsstelle für Einsätze im Berggebiet (KAB) dem Badener Verein einen Einsatz im Simplongebiet vor. Es galt, der IG unteres Nesseltal zu helfen, eine bestehende Alphütte als einfache Personalunterkunft vorzubereiten, um die Sömmerung von Eringerkühen zu ermöglichen und langfristig zu sichern. Seit bald zehn Jahren ist Amandus Schnydrig daran, mit Freiwilligeneinsätzen die Alp von den eingedrungenen Bäumen und den Sturmschäden zu befreien und für die Weidenutzung wieder herzurichten. Mit den zuständigen kantonalen Dienststellen wurden entsprechende Bewirtschaftungsverträge zur Erhaltung der Landschaft abgeschlossen.

Vom 2. bis 8. September arbeiteten auf der unteren Nesselalp zwölf Senioren aus der Region Baden/Brugg aus unterschiedlichen Berufen, darunter ein Elektrofachmann und ein Schreinermeister. Die katholische Kirchgemeinde Baden, Kolping Baden und Coop Patenschaft für Berggebiete finanzieren den Einsatz.

Im ehemaligen Heuboden wurde unter der Anleitung des Schreiners der Windschutz, die Lattung und die Isolation angebracht und mit dem Innenausbau begonnen. Ein Zwischenboden wurde aufgehängt, er wird als Schlafstätte dienen. Unter der Führung von Amandus Schnydrig, dem Geschäftsführer der IG, wurde das bestehende Bruchsteinmauerwerk des Stalles unterfangen und saniert. Der Elektriker legte die Leitungen für die Solaranlage und die Beleuchtung. Aussen wurde sehr engagiert an der Umgebung und dem Zugang gearbeitet. Der Vorplatz wurde mit Erdreich ausgeebnet und mit einem Zaun versehen.

Die Gruppe übernachtete im Massenlager des Hotels Klenenhorn auf Rosswald, wo der Vereinspräsident und zwei Helferinnen für reichhaltige und schmackhafte Verpflegung sorgten. Jeden Morgen fuhr sie mit der Seilbahn ins Tal, dann mit 3 PWs zur Arbeitsstelle und am Abend mit der zweitletzten Fahrt wieder zurück.

Die Arbeit von fünf Tagen kann sich sehen lassen. Die Gruppe blickt befriedigt und stolz auf das Geleistete zurück. Sie hat mit ihrem Einsatz ein gutes Stück zur Erhaltung einer alten Kulturlandschaft im Simplongebiet beigetragen, aber auch die Schönheit der Bergwelt erleben können. Amandus Schnydrig hat uns ein Stück Wallis näher gebracht und unseren Arbeitseinsatz mustergültig vorbereitet und begleitet. Dafür danken wir ihm herzlich.

Werner Hurni

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