Leserbeitrag
Viel Unvermögen und ein tolles Comeback

Fredy Venditti
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Bei der diesjährigen Teilnahme am traditionellen Sevilla-Turnier in Aarau, lautete am Schluss das ernüchternde Motto «ausser Spesen nichts gewesen» beim PK Fireball aus Mellingen.

Aber der Reihe nach: Das Startspiel gegen die Gastgeber von Sevilla verlief zuerst verheissungsvoll: 2:0-Führung und die Partie im Griff, bis aus unerklärlichen Gründen der Anschlusstreffer erfolgte und schliesslich das grosse Zittern begann. Als der parteiische Schiedsrichter schliesslich aus der 18-minütigen Partie eine gefühlte halbe Stunde machte, kam es, wie es kommen musste: 2:2 mit dem Schlusspfiff – wichtige Punkte verschenkt! Zu allem Übel verletzte sich auch noch unsere neue Stammkraft im Tor, worauf sich Pascal Friedrich die Goalie-Handschuhe anzog. In der zweiten Partie gegen BBZ Wohlen geriet man schnell in Rückstand, aber ein (altbekannter) Stürmer namens Dani Killer liess seine Torjägerqualitäten wieder aufblitzen, traf aus allen Lagen und drehte das Spiel zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung. Tolles Comeback nach langer Flaute im Sturm! Dann folgte wiederum ein «Loch», die Verteidigung hatte einige Totalaussetzer und bekam innert wenigen Minuten 3 Gegentreffer gegen einen äusserst effektiven Gegner. Trainer und Staff verzweifelten an der Seitenlinie, wiederum wurde leichtsinnig ein Spiel aus der Hand gegeben. Folgt in Partie Nr. 3 die Wende? – Denkste! Dieses Spiel darf man getrost abstempeln unter der Rubrik «Keine Chance, Gegner einfach zu gut». Unsere Verteidigung, die diesen Namen eigentlich nicht verdiente, war ein ums andere Mal überfordert mit dem Top-Zusammenspiel der Italos von «Los Sunday Kickers». Dani Killer gelang wenigstens der Ehrentreffer. Einen versöhnlichen Abschluss gab es dafür im letzten Match gegen den Turnierfavoriten Cinfaes FC. Gegen die portugiesischen Ballkünstler, wo es 2012 an gleicher Stätte noch eine 0:8-Klatsche absetzte, warfen wir alles eine Wagschale: Konsequentes Verteidigungsspiel, schnelle Angriffsauslösung und feine Nadelstiche setzten in Form feinster Konterangriffen: Renni bringt uns 1:0 in Führung, fortan ist der Gegner nervös, spielt fahrig, schiesst aus allen Lagen aufs Tor. Dazu wird es hitzig, zum Teil am Rande des Erlaubten... und in diese Emotionen hinein antworten wir mit dem 2:0 durch Dominik Grob! Die Sensation ist greifbar nahe... auch wenn der Anschlusstreffer noch folgt. Aber Pascal Friedrich rettet uns mit einer Glanzparade – dieser 2:1-Sieg entschädigt für vieles heute Nachmittag. Turniersieger wird schliesslich das Team «Los Delinquentes», welche im Final Cinfaes knapp mit 1:0 besiegen. Was wäre, wenn... aber den verpassten Chancen in Spiel 1 und 2 nachtrauern bringt nichts – nächstes Jahr kommen wir wieder und machen es besser!

Zemi

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