Leserbeitrag
Versammlung der CVP Villmergen

Marcel Siegrist
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«Wer kennt das bunt geschmückte Haus an der Kirchgasse in Villmergen nicht?» So leitete der Präsident nach dem statutarischen Teil auf das angekündigte «Villmerger Original» hin, welches als Überraschungsgast in der Einladung zur Mitgliederversammlung angekündigt worden war. Mit Begeisterung und Engagement führte uns die Künstlerin Brigitte Hundt, oder besser bekannt unter „Furi“ durch ihr Leben und Werk. Doch alles schön der Reihe nach.
Am letzten Freitag, 5. April durfte der Vorstand der CVP Villmergen eine Schar von 20 Besuchern am Schlossweiher in Hilfikon zur ordentlichen Mitgliederversammlung begrüssen. Die meisten Traktanden wie Protokoll, Kassabericht oder Jahresbeitrag konnten routinemässig abgearbeitet werden.
Nach dem Jahresbericht des Präsidenten kam jedoch eine lebhafte Diskussion auf über das Für- und das Wieder der Gemeindeinitiative «Erneuerbare Energie». Ein Komitee aus Mitgliedern der CVP und des Natur- und Vogelschutzvereins hatte diese im letzten Jahr erfolgreich lanciert. Einige Redner vertraten die Ansicht die Initianten versuchten, mit der erneuerbaren Energie den Stromkunden ein teureres Produkt unterzujubeln. Andere vermuteten eher bei den Gegnern die Absicht, entgegen dem Willen der eidgenössischen Räte dem Atomstrom unterschwellig die Stange zu halten. Der Gemeindeammann erhielt das Schlusswort in welchem er unterstrich, dass sich der Gemeinderat seriös mit der Vorlage auseinandergesetzt habe und er die Aufklärungsbemühungen der Initianten begrüsse. Andererseits empfinde der Gemeinderat das Konzept mit dem Vorentscheid zu erneuerbaren Energien jedoch als zu weitgehend und empfehle deshalb die Ablehnung der Initiative. An diesem Punkt schloss der Präsident die Debatte vorerst ab und regte an, diese beim anschliessenden Apéro weiter zu führen.
Nach dem Versammlungsschluss lauschten wir gespannt dem Bildvortrag von Furi, wie sie beispielsweise beim Beton-Wey als Kranführerin gearbeitet oder sich für ihr Kunsthandwerk nützliche Fertigkeiten wie die Metallbearbeitung angeeignet hatte. Mit Freude und Stolz vernahmen wir zum Schluss, dass sie sich für eine international bekannte Ausstellung im Tessin qualifiziert hat. Mit einem blumigen Frühlingsgruss bedankten wir uns für die tollen Ausführungen und wünschten Furi auf ihrem weiteren künstlerischen Weg viel Erfolg. Der Abend klang schliesslich bei einem reichhaltigen Apéro und nochmals viel Politik aus. Zum Abschied wurden Furi-Kühlschrankmagnete mit orangem CVP-Herzen verteilt.
Markus Keller