Leserbeitrag
Vereinsreise 2009 der Frauenriege Eien-Kleindöttingen

Flims-Laax-Falera mit neuem Vereins-T-Shirt im Gepäck

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18 Turnerinnen der Frauenriege Eien-Kleindöttingen haben am letzten Freitag und Samstag die Region Flims-Laax-Falera erkundet.

Wer denkt, die Reise ins Bündnerland dauert eine Ewigkeit, der irrt! Putzmunter versammelten sich die Turnerinnen am Freitagmorgen auf dem Döttinger Bahnhof. Nach nicht einmal drei Stunden hatten sie ihr Ziel, das Hotel Vorab in Flims-Dorf erreicht. Ein erstes Highlight diesen Morgen war das Umsteigen im Zürcher Hauptbahnhof.

Von himmlischen Boten verwöhnt!

Viel Zeit blieb ihnen nicht und wie immer mussten sie sich durch andere Passanten schlängeln. Aber alle entdeckten sie und wurden förmlich von ihnen angezogen. Die hübschen Engelchen mit ihren schneeweissen Flügeln drückten jeder Frau eine kühle Dose „Angel" in die Finger. Total „happy" stiegen sie auf Gleis 7 in den Zug nach Süden. Genüsslich schlürften sie auf dem Weg nach Chur das erfrischende Aperitifgetränk mit Lotosblütengeschmack, nicht wie gewohnt Kaffee mit Gipfeli. Susannes Dose war zwar ein bisschen störrisch und wollte sich nicht gleich öffnen lassen. Blöderweise können Helenes Wanderstöcke nicht reden und sie zurückpfeifen, als sie nur mit dem Rucksack den Zug verliess. Im Churer Busbahnhof standen sehr viele Postautos und nicht nur eins mit der Aufschrift Flims. Sie fragten diesen und jenen Chauffeur, bis endlich klar war, für welchen Bus sie angemeldet waren.

Am Zielort waren die Zimmer des Hotels „Vorab" schon bezugsbereit. Schnell verstauten die Frauen dort ihr Gepäck und besammelten sich danach auf der Restaurantterrasse - jetzt zum obligaten Kaffee mit Gipfeli. Gestärkt marschierten sie bei Sommerwetter in zwei Gruppen los zur Aussichtsplattform „Il Spir" (übersetzt: der Mauersegler) bei Conn. Eine der Gruppen wanderte die längere Route, vorbei am glasklaren Badesee „Lag la Cresta". Trix wollte sich darin die heissen Füsse runterkühlen, was bei angenehmen 22 Grad nicht wirklich funktionierte.

380 Meter über der Rheinschlucht

Einige Stufen führten hinauf auf die ganz spezielle, metallene, leicht schwankende Aussichtsplattform. Dort oben fühlten sich die Frauen frei wie Vögel und genossen den gigantischen Blick in die Tiefe: Weisse Steilhänge und die Schlaufen des Vorderrheins. Wieder zurück auf festem Boden fühlten die meisten ein „Loch im Bauch". Damit die Mägen nicht laut knurren mussten, packten einige ihre Rucksäcke aus und andere speisten im nahegelegenen Restaurant bei Conn. Weiter führte der Weg zum bekannten, türkisfarbenen Caumasee. Rita, Bethly, Claire und Silvia wählten die bequeme Variante mit Ross und Wagen. Kutscherin Margrit hatte ihre beiden „Meitle" Gilberte de Courgenais (das Ross sei wirklich dort geboren!) und Fachette gut im Griff. Auf der Fahrt leuchtete ihnen plötzlich eine farbige „Dächlichappe" aus dem Gebüsch entgegen. Sofort war ihnen klar: Die gehört einer von uns! Tatsächlich hatte Yvonne das Ding nur unter das T-Shirt gestopft und prompt verloren. Der Lag la Cauma ist schön, aber leider mit Maschendrahtzaun abgesperrt und ohne Badeeintritt nicht zugänglich. Schade! Wer von dort nicht den steilen Weg hoch kraxeln wollte, nahm einfach den gratis Cauma-Lift, der bis zu 12 Personen auf einmal schräg den Hang hinauf oder hinunter transportieren kann. Zur inneren Kühlung genehmigten sich die Turnerinnen im „Dorfbeizli" in Flims-Waldhaus extrem feine Glacékugeln - mmmmh! Ein Shuttlebus chauffierte die Damen zurück zum Hotel. Einige hatten wohl noch nicht genug geschwitzt, denn sie huschten vor dem Nachtessen noch schnell in die Sauna des Hotels. Beim Essen vernahmen sie durch die offenen Fenster plötzlich ein Plätschern - es regnete! Der Regen hörte aber bald wieder auf und die „Spielernaturen" konnten auf der Terrasse ungestört den Abend geniessen.

Nix Sonne - Bise und Nebel

Am Samstagmorgen schlüpften alle freiwillig in die Jacken. Mit dem Postauto fuhren alle gemeinsam nach Falera. Der Planetenweg zeigte eindrücklich die Grössenverhältnisse der Planeten unseres Sonnensystems. Eine grosse gelbe Kugel, die Sonne, thronte ganz zu Beginn auf einem Pfosten. Ob sich die Frauen alle Daten, die zu lesen waren gemerkt haben und heute noch wissen, ist zu bezweifeln. Was sie aber dazugelernt haben: Pluto ist ein Zwergplanet und zählt seit dem 24.8.2006 nicht mehr zu den vollwertigen Planeten unseres Sonnensystems. Hartnäckig hing der Nebel über ihnen, obwohl Bethly ein vierblättriges Kleeblatt fand. Im Bergrestaurant Larnags kehrten sie das Menü um und bestellten als Vorspeise einen Schümli-Kafi mit Amaretto und erst danach Suppe, Käse oder Trockenfleisch. Helene, Lisbeth, Jeannette und Eva trafen etwas später ein. Am langen Tisch im Stübli hätten auch die vier noch Platz gefunden, aber sie meinten: Hier ist es uns zu heiss, wir essen draussen! Heiss hatten die Vier aber bestimmt nicht, denn nach und nach hüllten sie sich in Jacken und Helene sogar in den Regenmantel.

Nach dem feinen, überraschend schön angerichteten Mittagessen, schritten sie hinunter nach Laax. Unten angekommen, wurden sie endlich mit ein paar Sonnenstrahlen verwöhnt. Eine Stunde früher als geplant, fuhren sie mit dem Bus zurück mach Flims. Es blieb vorher aber noch genug Zeit, um einmal um den schönen Laaxersee zu spazieren oder durch das Dorf zu bummeln. Lisbeth kreuzte kurz vor der Abfahrt mit einer Konditorschachtel auf und überraschte die Kolleginnen mit einem feinen Dessert, das sie sich sofort in die Mäuler stopften. Eine Kreation, die noch keine kannte:

Amaretti auf weisser Schoggi, gefüllt mit Rahm

Sie wären wohl besser noch länger in Laax geblieben, denn in Flims war der Himmel wieder grau. Einige nützten die verbleibende Zeit, um ein „Präsentli" zu kaufen, bevor die Läden um 16 Uhr die Türen schlossen und andere holten noch einmal die Spiele SkipBo und Brändi Dog aus den Rucksäcken. Um 17.30 Uhr bestiegen sie das Postauto nach Chur. Weil keine das Mitgeschleppte zu Hause wieder auspacken wollte, wurden im Zug „Restposten" vertilgt: Süsse, aber auch extra saure Schleckereien, die Rita richtiggehend durchschüttelten. Mit ca. 10 Minuten Verspätung kam die Reisegruppe zurück nach Döttingen, denn in Baden warteten und warteten die Fahrgäste im Zug. Weiss der Teufel was los war. Der Lokführer betrat jedenfalls viel zu spät den Thurbo. Auf dem Heimweg kehrten die meisten für einen „Schlummertrunk" noch im Restaurant Aarhof ein.

Dankeschön an Gertrud und Bethly

Die Reise war ins schöne Bündnerland war toll! Die Kolleginnen danken Gertrud und Bethly ganz herzlich für das Organisieren und alle sind bereits heute gespannt, wohin die nächste Reise führen wird.

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