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Verein Deutsche Sprache: Erster Schweizer Preis für fantasievolles Deutsch

Regula Heinzelmann
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In den historischen Mauern des Zürcher Lokals „Karl der Grosse“ hat am 12. September der Verein Deutsche Sprache zum ersten Mal in der Schweiz den Preis „Fantasievolles Deutsch“ für Unternehmen mit einem originellen deutschen Namen verliehen. Den Preis erhielt Verena Rüegg für ihr Blumengeschäft im Zürcher Quartier Seefeld mit dem bezaubernden Namen „Blumenzauber“.

Seit 2001 wird am zweiten Samstag im September der Tag der Deutschen Sprache auf Initiative des Vereins Deutsche Sprache (VDS) begangen. Seit dieser Zeit werden in allen Kontinenten die verschiedensten Aktionen wie Informationsstände und kulturelle Veranstaltungen durchgeführt sowie Auszeichnungen vergeben, wie der Preis für „Fantasievolles Deutsch“.

Der Verein VDS wurde nicht von einem Germanisten sondern von einem Prof. für Statistik in Dortmund, Professor Dr. Walter Krämer im Jahre 1997 gegründet. Heute hat der VDS mehr als 36 ́000 Mitglieder in 100 Ländern, in denen Deutsch gesprochen und auch von Einheimischen gelehrt und gelernt wird. Vertreten wird der VDS in der Schweiz von Gero Greb und von Regula Heinzelmann.

„Blumenzauber“ ist die Bezeichnung für ein Blumengeschäft in der Seefeldstrasse in Zürich. Für diesen Namen erhielten Verena Rüegg und ihre Mitabeiterinnen als Erste in der Schweiz die Urkunde „Fantasievolles Deutsch“ Sie verzaubern mit ihrem Blumenladen in der Seefeldstrasse viele Menschen, die durch das Schöne, was uns die Natur zu bieten hat in ihr Geschäft gelockt werden. Verena Rüegg hat vor zehn Jahren aus eigenem Antrieb ihr Geschäft nicht „Flowershop“, „Flower to go“ oder „Flower Power“ genannt sondern "Blumenzauber".

„Die Schweiz hat ja schon vier Sprachen - wozu also noch eine fünfte, nämlich Denglisch?“ Das fragte Gero Greb in seiner Rede zur Preisverleihung. „Wenn man dann noch bedenkt, dass es noch hunderte von Dialekten gibt, dann sollte man doch mit stolz geschwellter Brust so wie die Helvetia auf dem Zweifrankenstück und statt mit einer Lanze mit Füller, Kuli, Bleistift und Tastatur gegen diese Sprachpanscherei vorgehen.“ Dann überreichte er Verena Rüegg die Urkunde. Zum Preis gehörte auch ein Bild von Regula Heinzelmann mit einem passenden Blumenmotiv.

Verena Rüegg äusserte sich auch selber zu ihrer Namenswahl: „Ich erinnere mich sehr gut daran, wie ich mir Gedanken machte über den Namen meines zukünftigen Blumengeschäftes. Was mir immer klar war; es wird ein deutsches Wort sein – niemals ein Wort aus einer anderen Sprache. Meine Wurzeln sind deutsch, meine Gedanken sind deutsch, darum soll ein deutsches Wort meine Philosophie widerspiegeln. Es ist so, dass mich Blumen bezaubern – sogar verzaubern. Dieses Gefühl und die tiefe Dankbarkeit, welche ich für Blumen habe, will und wollte ich mit dem Wort Blumenzauber an die Natur zurückgeben.“

Informationen

Verein Deutsche Sprache: www.vds-ev.de

Blumenzauber:

http://www.blumenzauber-vr.ch