Leserbeitrag
Träff 55 plus des SRRB

Fabienne Schmid
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Bilder zum Leserbeitrag

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Rund 70 Senioren besuchten den Träff 55 plus mit Achilles Karrer. Er verstand es, die ZuhörerInnen sofort in seinen Bann zu ziehen mit seinen Erzählungen aus der Kindheit bis hin zum Erwachsenenalter. Geboren im Steinbruch ( heute Emma Kunz Zentrum), später aufgewachsen im Hasel, verbrachte er zusammen mit vier Geschwistern eine sehr schöne Kinder- und Jugendzeit mit viel Nestwärme. Er sei nicht immer der Brävste gewesen, ein Lausbub, aber man wollte nicht Zerstören und Verletzen, sondern sich messen, wer der Stärkere war. Der mittlere Steinbruch war ein sehr beliebter Aufenthaltsort in der Freizeit. Es hiess aber auch mithelfen und zupacken zu Hause.

Als Grenadier fühlte er sich am richtigen Ort im Militär. Mit seinem Schwiegervater bestieg er in jungen Jahren mit Steigeisen den ersten Berg, das Blümlisalphorn, und dort wurde der Sonnenaufgang zu seinem Schlüsselerlebnis. Seither haben ihn die Berge nicht mehr losgelassen. Es begann ein abenteuerliches Leben mit Kletter- und Velotouren sowie Reisen und Expeditionen in die ganze Welt.

Auf dem Himalaya lernte er einen Bergführer kennen, der Leute suchte für eine Expedition mit seinem Privatflugzeug in die Arktis und so ging Karrers erste Reise nach Spitzbergen. Eine weitere folgte bald nach Island und Grönland. Er verliebte sich in die Eiswelten des hohen Nordens, was wir alle sehr gut verstehen konnten anhand der einzigartigen Diabilder. Später überquerte er auf den Skiern mit einer internationalen Expedition das grönländische Inlandeis von West nach Ost von 700 km.

Zum Schluss zeigte er uns die Expedition, die er mit 60 Jahren mit den russischen Polarforschern von der arktischen Eisstation „Borneo“ aus zu Fuss, mit Skiern und Schlitten bis zum Nordpol durchführte. Damit erfüllte er sich, dank der Unterstützung seiner Frau Helen und seiner Familie, einen Jugendtraum.

Mit einem Zitat schloss Achilles Karrer seine äusserst interessante Berichterstattung:

Man muss die Kälte gespürt haben, um die Wärme zu geniessen.

Man muss leiden, damit man begreift, wie gut es einem geht.

Man muss alle Farben ausschliessen, um sie später wieder zu sehen.

Alexandra Zihlmann aus Würenlos

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