Leserbeitrag
Tatort Wettingen - Die CVP führt zu aktuellen Brennpunkten in der Gemeinde: Die Klosterhalbinsel

Markus Zoller
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François Chapuis, Kantonsbaumeister, erläutert die baulichen Massnahmen.
Am Ort des zukünftigen Besucherzentrums.
Die bekannteste Ansicht des Klosters Wettingen. Aber hinter den Mauern verbirgt sich noch viel mehr.
Die Strassensanierung und Umgestaltung der Vorplätze wird bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

Die Klosterkirche ist vielen ein Begriff. Weitgehend unbekannt ist hingegen, welch wichtige Rolle das Kloster über manche Jahrhunderte über die Region hinaus einnahm. Dies soll sich nun ändern. Die Klosteranlage wird zukünftig besser erschlossen und einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Wie dies umgesetzt werden soll, erfuhren die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Tatort Wettingen“ von den Projektbeteiligten. Gemeindeammann Roland Kuster macht Ausführungen zum Masterplan welcher sämtliche Nutzungsbereiche wie Bildung, Kulter, Gewerbe, Dienstleistungen Freizeit und Wohnen zusammenfasst und deren Ansprüche definiert. Der heutige Hauptnutzer, die Kantonsschule, wird auch zukünftig einen grossen Teil der Räumlichkeiten belegen. Dazu erläutert der Rektor der Schule, Paul Zübli, die Philosophie der Schule und deren Bedürfnisse. Über 1100 Schülerinnen und Schüler besuchen die Kantonsschule. Sie bietet eine überaus umfassende Ausbildung für den Übertritt an eine Universität oder Fachhochschule und hat einen hervorragenden Ruf, was sich dadurch zeigt, dass jedes Jahr 10% der Anmeldungen nicht berücksichtigt werden können.

Der Leiter der Abteilung Kultur des Kantons Aargau, Thomas Pauli, skizziert, wie sich die Klosteranlage zukünftigen Besuchern präsentieren wird. Unter dem Titel „Museum Aargau“, unter welchem bereits mehrere Kloster- und Schlossanlagen aufgeführt sind, wird auch das Kloster Wettingen integriert werden. Ein Museumsshop, Café und Ausstellungsbereiche bieten den Auftakt in das Areal. Ein signalisierter Rundgang führt durch die Anlage. An verschiedenen Stationen erhalten die Besucherinnen und Besucher mittels Visualisierungen und Audioguide Informationen. Bis es allerdings soweit ist, wird noch einige Zeit vergehen. Die Projektrealisation erfolgt in Etappen und wird bis zu den 800-Jahr Feierlichkeiten im Jahr 2027 abgeschlossen sein.

Der Kantonsbaumeister und CVP-Vorstandsmitglied, François Chapuis, führt zu diversen Baustellen und Brennpunkten auf dem Klosterareal. Dazu gehört das Karrenhaus, welches einzustürzen drohte und mittels Sofortmassnahmen gerettet werden konnte. In diesem Gebäude werden Musikzimmer für den Schulunterricht und im Dachgeschoss ein Veranstaltungssaal für Theater- und Konzertaufführungen erstellt. Im Zuge der Strassen- und Vorplatzsanierungen, die bis Ende 2018 abgeschlossen sein werden, wurden Überreste des alten Zugangsweges zum Abthaus gefunden, die nun ebenfalls ins Konzept der Strassenraumaufwertung miteinbezogen werden. Die momentan grösste Baustelle auf dem Areal ist die Dreifachturnhalle, welche im Sommer 2018 eröffnet und neben der Schule auch den Vereinen zur Verfügung stehen wird.

Bei einem Apéro im Brudersaal waren sich alle einig: Die Klosterhalbinsel ist ein grossartiges Bijou, das von überregionaler Bedeutung ist und einem breiteren Publikum bekannt gemacht werden muss. Die Bestrebungen, um dieses Ziel zu erreichen, sind auf einem guten Weg.

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