Leserbeitrag
Tagesausflug der JUNA Flinke Finken

Besuch der Beringungsstation Ulmethöchi

Marcel Siegrist
Drucken

Was lange währt, wird endlich gut! Schon verschiedentlich war die bekannte Vogel- Beringungsstation Ulmethöchi in der Nähe des Passwangs im Baselbiet Ziel eines Ausfluges der Jugendnaturschutzgruppe Oberes Suhrental. So trafen sich also eines Samstagmorgens im Oktober ein Mädchen und zwei Knaben sowie drei Erwachsene in Attelwil. Auf schnellstem Weg wurde die Talstation der Wasserfallen-Gondelbahn in Reigoldswil angepeilt. Die Fahrt zur Bergstation dauerte nur zwölf Minuten und die kleine Gruppe traf sich im nahegelegenen Berggasthof zum Kaffe- und OVO-Halt. Nach einer gemütlichen rund zweistündigen Wanderung trafen die Teilnehmer auf der bekannten Ulmethöchi auf 973 m ü.M. ein. Hier wurden sie vom bestens ausgewiesenen Vogelkundler Viktor Roth herzlich begrüsst und über Sinn und Zweck der Beringung von Zugvögeln aufgeklärt. In gross aufgespannten, vom Menschen kaum sichtbaren Netzen, verfingen sich tief fliegende Singvögel. Diese wurden von Helfern vorsichtig aus den Maschen herausgelöst und in kleine Tuchsäcklein verpackt. In einem ausgemusterten Bauwagen, in dem die weiteren Arbeiten bequem und geschützt vor Wind und Regen
abgewickelt werden konnten, waren zwei Ornithologen tätig: Der Erste nahm einen Vogel aus dem Säcklein und untersuchte ihn: Name des Vogels, Geschlecht, Zustand des Gefieders, Flügelspannweite, Gewicht usw. Alle Angaben wurden fortlaufend an den danebensitzenden Kameraden weitergegeben und von diesem in den Computer getippt. Zum Schluss wurde dem «Erlenzeisig» mit einer besonderen Flachzange ein Ring an den Unterschenkel eines Beines geklemmt. Und nun kam für die drei Jugendlichen das grosse Erlebnis, das sie wahrscheinlich nie mehr vergessen werden: Jeder von ihnen durfte zwei oder drei beringte gefiederte Freunde wieder in die Freiheit entlassen: Von einem weiteren Helfer wurde ihnen gezeigt, wie man den Vogel in die Hand nehmen und anschliessend leicht in die Höhe werfen musste. Nach einem gemütlichen Picknick und stolz auf ihre bisherige Leistung machte sich das Sechserteam auf den Rückweg nach Reigoldswil. Diesmal war die Wanderung im Gegensatz zum Morgen allerdings mühsamer, mussten doch rund 450 m abwärts auf Schusters Rappen überwunden werden. Am späteren Nachmittag trafen alle Teilnehmer befriedigt, etwas müde, aber mit vielen Eindrücken versehen wieder am Anfangspunkt des Tagesausfluges in Attelwil ein. (wfr)

Aktuelle Nachrichten